Elefanten-Hochzeit in München: Bavaria und Telepool gründen neuen Auslandsvertrieb

 

Hausieren gehen mit "Sturm der Liebe" und "Alarm für Cobra 11": Mit vereinten Kräften möchten die Lizenzhändler von Bavaria Film und Telepool künftig auf dem Weltmarkt auftreten - und damit Jan Mojtos Beta Film sowie SevenOne International Paroli bieten. Bavaria-Boss Matthias Esche gab in München den Start des neun Joint Ventures Global Screen bekannt, das ab Jahreswechsel zu den größten Vertriebsfirmen Europas aufsteigen soll.

Hausieren gehen mit "Sturm der Liebe" und "Alarm für Cobra 11": Mit vereinten Kräften möchten die Lizenzhändler von Bavaria Film und Telepool künftig auf dem Weltmarkt auftreten - und damit Jan Mojtos Beta Film sowie SevenOne International Paroli bieten. Bavaria-Boss Matthias Esche gab in München den Start des neun Joint Ventures Global Screen bekannt, das ab Jahreswechsel zu den größten Vertriebsfirmen Europas aufsteigen soll.

"Wir sind kompatibel beim Erfolg - und auch bei den Umsätzen", sagte Esche bei der Vorstellung des neuen Unternehmens, das künftig am bisherigen Telepool-Sitz in der Münchner Sonnenstraße 40 Mitarbeiter beschäftigen soll. "Es geht uns nicht nur ums Kostensparen", beeilte er sich anzufügen. Geführt wird Global Screen paritätisch - durch Rolf Moser, bislang Geschäftsführer bei der Bavaria-Vertriebstochter Bavaria Media, und Telepool-Geschäftsführer Thomas Weymar.

Bavaria Media bringt vor allem umfassende Vertriebsrechte aus Rahmenverträgen mit WDR und SWR in die Zweckehe ein. Telepool vertreibt im Ausland u.a. Programme von BR, MDR, SRF und der Degeto. Außerdem bringt Weymar den attraktiven RTL-Deal ein. "Gemeinsam arbeiten wir uns in der Bundesliga weit nach oben", freut sich Rolf Moser, der künftig einen Jahresumsatz von rund 30 Mio Euro erzielen möchte und damit deutlich über dem Konkurrenten ZDF Enterprise liegen wird.

Laut den frisch gebackenen Global Screen-Geschäftsführern werden im nicht-deutschsprachigem Ausland vor allem Serien made in Germany nachgefragt - am liebsten mit mehr als 26 Folgen. Gut verkauft sich etwa der Dauerbrenner "Alarm für Cobra 11", aber auch die RTL-Serie "Doctor's Diary". Bevorzugt werden klare Genre-Zuordnungen. Mischformen wie allzu komödiantische Krimis kommen nicht so gut an. Künftig wird Global Screen mit Ausnahme der Hamburger Fälle alle deutschen "Tatort"-Filme vertreiben. Eine Sogwirkung, vielleicht auch noch die bislang von Studio Hamburg selbst ins Ausland verkauften Krimis zu bekommen, erhofft sich Matthias Esche durchaus.

Einen ersten gemeinsamen Auftritt der Branchen-Schwergewichte, die auch viele attraktive Kinoerfolge wie "Gegen die Wand" oder demnächst "Superhero" vertreiben, wird es auf der Berlinale 2012 geben. Außerdem soll Global Screen auch gezielt ausländische Programme für den Vertrieb auf dem Weltmarkt zukaufen.

"Mit diesem Vertriebs-Team und unserem professionellem Netzwerk sind wir groß genug", so der designierte Global Screen-Boss Weymar, um uns im umkämpften Programmmarkt durchzusetzen - und noch klein genug, um unsere Kunden individuell betreuen zu können."

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.