"Der große Bruder": Sat.1 und teamWorx verfilmen Guttenberg-Satire

12.10.2011
 

Nun ist es raus: Sat.1 und teamWorx werden gemeinsam die Plagiatsaffäre um Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verfilmen. Produzent Nico Hofmann und Sat.1-Geschäftsführer Joachim Kosack konnten für die Satire "Der große Bruder" - wie bereits die "BamS" berichtete - Dorothee Schön ("Frau Böhm sagt Nein") als Drehbuchautorin gewinnen, Regie führt Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank ("Spielzeugland").

Nun ist es raus: Sat.1 und teamWorx werden gemeinsam die Plagiatsaffäre um Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verfilmen. Produzent Nico Hofmann und Sat.1-Geschäftsführer Joachim Kosack konnten für die Satire "Der große Bruder" - wie bereits die "BamS" berichtete - Dorothee Schön ("Frau Böhm sagt Nein") als Drehbuchautorin gewinnen (kress.de vom 9. Oktober 2011), Regie führt Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank ("Spielzeugland"). Drehstart von "Der große Bruder" ist voraussichtlich März 2012. 

Auch beim Cast setzen Sat.1 und teamWorx auf Hochkaräter: Jan Josef Liefers soll Karl-Theodor zu Guttenberg spielen, Anja Kling soll in die Rolle der Stephanie zu Guttenberg schlüpfen, Henning Baum ist als Spinndoktor vorgesehen. Ebenso dabei sollen Annette Frier und Hans-Werner Meyer sein. Für diese SchauspielerInnen werde der Film exklusiv entwickelt, heißt es bei Sat.1.

Die "FAZ" gibt Einblick in das Drehbuch: " Ein junger Mann von vornehmer Abstammung weiß nicht so recht, wo seine Talente liegen könnten. Bei seinem besten Freund, Sohn eines Bauern, liegen die Dinge anders, er hat ein Begabtenstipendium und studiert Jura in Berlin. Dort kreuzen sich die Wege der Schulkameraden, dort beginnt ein Pakt fürs Leben. Der eine hat zwar keine Standpunkte, doch nimmt er die Menschen für sich ein. Der andere ist der kluge Kopf dahinter, der Spin Doctor. Was der eine denkt und schreibt, spricht der andere aus und hat damit unfassbaren Erfolg, selbst dann noch, da er, als Verteidigungsminister und Vertreter der konservativen Volkspartei, die Abschaffung der Wehrpflicht vorschlägt. An der Seite des beliebten Politikers findet sich auch der Chefredakteur einer Boulevardzeitung."

 Sat.1-Geschäftsführer Joachim Kosack erklärt: "Sat.1 hat sich die Verfilmung von besonderen, außergewöhnlichen Stoffen zur Aufgabe gemacht. Aktuelle Gesellschafts-, Politik- oder Boulevardthemen, die die Nation bewegen, in Szene gesetzt mit den besten Produzenten und einem besonderen Erzählansatz, der unsere Zuschauer gut unterhält - ganz in dieser Tradition von 'Restrisiko', 'Marco W.' oder 'Die Grenze' steht das großartige Projekt 'Der große Bruder'."  

Nico Hofmann, Vorstand der Geschäftsführung teamWorx und Produzent sagt: "Mit der Verpflichtung des 'Oscar'-Gewinners Jochen Alexander Freydank als Regisseur und der 'Grimme'-Preisträgerin Dorothee Schön als Autorin setzen Joachim Kosack und ich ausschließlich auf Qualität: Die satirische Überhöhung auf gelungene Weise filmisch umzusetzen, gehört schließlich zur Königsdisziplin."

Keine rechtlichen Bedenken

"Ich habe bei dem Film rechtlich gar keine Bedenken", wird der Anwalt Christian Schertz, der die Produktion beratend begleitet, von der "FAZ" zitiert. Der Vorgang sei öffentlich bekannt. Karl-Theodor zu Guttenberg seie eine absolute Person der Zeitgeschichte, und er habe zudem selbst die Medien für seine Persönlichkeitsdarstellung genutzt.

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