Auszüge aus der Biografie: Steve Jobs wollte einen "Atomkrieg" gegen Android führen

21.10.2011
 

Am kommenden Montag kommt in den USA die autorisierte Biographie des verstorbenen Steve Jobs heraus. Wie aus Auszügen hervorgeht, die von "Huffington Post" veröffentlicht wurden, schwang Jobs in den mehr als 40 Interviews mit dem Buchautor Walter Isaacson die Verbalkeule: "Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist".

Am kommenden Montag kommt in den USA die autorisierte Biographie des verstorbenen Steve Jobs heraus. Wie aus Auszügen hervorgeht, die von "Huffington Post" veröffentlicht wurden, schwang Jobs in den mehr als 40 Interviews mit dem Buchautor Walter Isaacson die Verbalkeule: "Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist". Der Apple-Gründer kündigte sogar einen "Atomkrieg" gegen das konkurrierende Smartphone-Betriebssystem von Google an.

"Wenn es sein muss, werde ich meinen letzten Atemzug dafür verwenden, und jeden Penny von Apples 40 Mrd Dollar bei der Bank, um dieses Unrecht zu korrigieren", soll Jobs über Android gesagt haben. 

Die Lästereien von Jobs über Rivalen und Konkurrenzprodukte sind zwar nicht neu, aber Autor Isaacson schreibt, dass Jobs bei dem Thema wütender gewordener sei, als er ihn je erlebt habe. Auch andere Google-Angebote bekamen ihr Fett weg: "Außerhalb der Suche sind Googles Produkte - wie Google Docs - Mist."

Jobs wollte den Angaben zufolge Google von der Entwicklung eines eigenen Smartphone-Betriebssystems abbringen. Er soll ihnen im Gegenzug einen prominenten Platz auf dem iPhone zugesichert haben. Mittlerweile ist Googles Android das erfolgreichste mobile Betriebssystem am Markt - was auch damit zusammenhängt, dass es diverse Hersteller in ihre Geräte eingepflanzt haben.

Steve Jobs vs. Bill Gates

Auch über seinen langjährigen Rivalen Bill Gates spottet Jobs laut den Biographie-Auszügen: "Bill ist erst einmal einfallslos und hat nie etwas erfunden, weshalb ich glaube, dass er sich inzwischen in der Philantropie wohler als in der Technologie fühlt." Gates habe schamlos die Ideen anderer Leute kopiert.

Gates konterte im Interview mit Isaacson, das Jobs "absolut seltsam" und "als Mensch auf seltsame Weise fehlerhaft" gewesen sei. Jobs hätte nie besonders viel über Technik gewusst - aber er hätte einen erstaunlichen Instinkt besessen. Trotz der wenig schmeichelhaften Äußerungen sollen sich die beiden Alphatiere respektiert haben. So soll Gates den todkranken Jobs laut der Biografie noch in diesem Mai besucht haben, um mit ihm über die gute, alte Zeit zu reden.

Arbeit an "integriertem Fernsehgerät mit einfachster Bedienung"

Die Biographie von Steve Jobs gibt auch den Spekulationen über einen Apple-Fernseher neue Nahrung. Laut einem Bericht der "Washington Post" zitiert Isaacson Jobs mit folgenden Sätzen: "Ich möchte ein integriertes Fernsehgerät entwickeln, das ganz einfach zu bedienen ist". Der Fernseher würde sich mit allen Geräten eines Nutzers sowie dem Online-Speicherdienst iCloud synchronisieren. "Er wird die einfachste Bedienung haben, die man sich vorstellen kann. Ich habe es schließlich geknackt", so Jobs.

Am 27. Oktober erscheint "Steve Jobs by Walter Isaacson" auch in Deutschland. Steve Jobs starb am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren an Krebs (kress.de vom 6. Oktober 2011).

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TheKlave

24.10.2011
!

"Auch über seinen langjährigen Rivalen Bill Gates spottet Jobs laut den Biographie-Auszügen: "Bill ist erst einmal einfallslos und hat nie etwas erfunden, weshalb ich glaube, dass er sich inzwischen in der Philantropie wohler als in der Technologie fühlt." Gates habe schamlos die Ideen anderer Leute kopiert. "

Hat er nicht 1996 selbst gesagt
“Gute Künstler kopieren, großartige Künstler klauen”?


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