Spiegel kündigt in der HafenCity an: "Kerner"-Mannschaft muss gehen

26.10.2011
 
 

Der Spiegel Verlag wird das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Umsatz von 325 Mio Euro abschließen – ein leichtes Plus im Vergleich zu 2010, in dem die Gruppe insgesamt 319,9 Mio Euro erlöst hatte. Das gab Geschäftsführer Ove Saffe, 50, auf der Jahrespressekonferenz des Medienhauses im neuen Verlagsgebäude in der Hamburger HafenCity (siehe Bildergalerie) bekannt. Wie in den vergangenen Jahren auch, erwartet der Verlag eine Umsatzrendite zwischen 15 und 20%.

Der Spiegel Verlag wird das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Umsatz von 325 Mio Euro abschließen – ein leichtes Plus im Vergleich zu 2010, in dem die Gruppe insgesamt 319,9 Mio Euro erlöst hatte. Das gab Geschäftsführer Ove Saffe, 50, auf der Jahrespressekonferenz des Medienhauses im neuen Verlagsgebäude in der Hamburger HafenCity (siehe Bildergalerie) bekannt. Wie in den vergangenen Jahren auch, erwartet der Verlag eine Umsatzrendite zwischen 15 und 20%.

Mit einer Prognose für das kommende Jahr tat sich der Spiegel-Obere angesichts der weltweit unsicheren Wirtschaftslage schwer. "Wir stellen uns darauf ein, 2012 Rückgänge bei den Anzeigen- und Vertriebserlösen hinzunehmen", sagte Saffe. Zurzeit rechnet der Verlag im Vergleich zum Vorjahr für seinen gedruckten "Spiegel" mit gestiegenen Vertriebs- und gesunkenen Anzeigenerlösen, die sich bis zum Jahresende bei rund 62 bzw. 38 % einpendeln werden. Konkrete Beträge nannte Saffe nicht.

Auch in Sachen Spiegel TV ließen Saffe und Verlagsleiter Matthias Schmolz,48, der unter anderem für die Spiegel TV GmbH, Spiegelnet und die Spiegel Online GmbH verantwortlich ist, wenig Konkretes hören. Zurzeit verhandle man mit dem Betriebsrat über die berufliche Zukunft der Mitarbeiter, die noch bis zum Jahresende die Sat.1-Sendung "Kerner" produzieren. Wie berichtet, wird Johannes B. Kerner seine Talksendung im kommenden Jahr nicht fortsetzen (kress vom 18. Oktober 2011). Damit bricht der Unterhaltungssparte von Spiegel TV Infotainment nach dem Aus der "Oliver Pocher Show" Mitte März (kress vom 25. Februar 2011) ein weiteres, wichtiges Standbein weg. 

"Wir können die Kerner-Mannschaft leider nicht weiterbeschäftigen"

Aktuell beschäftigt die Spiegel-TV-Gruppe 220 Mitarbeiter, 40 von ihnen arbeiten für die Spiegel-Tochter Spiegel TV Infotainment. Von denen müssen sich die meisten wohl einen neuen Arbeitgeber suchen. "Die Mannschaft, die Kerner produziert hat, können wir im kommenden Jahr leider nicht weiterbeschäftigen", wurde Saffe deutlich. Das betreffe auch Teile der Produktions-Sparte der Spiegel-Gruppe.

"Spiegel" bekommt weitere Spezialableger

Für das kommende Jahr kündigte Saffe den Ausbau der Online- und Digital-Sparten der Gruppe an. So werde es außer dem "Spiegel" und dem "manager magazin" demnächst auch weitere Print-Titel als e-Paper geben. Zudem denke man über zusätzliche "Spiegel"-Spezialableger im Geschichts- und Wissenssegment nach, so Saffe.

von Birte Bühnen

 

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