Solinger Event-Agentur: kogag beantragt Insolvenzeröffnung

02.11.2011
 

Die Solinger Event-Agentur kogag ist zahlungsunfähig. Am Mittwochvormittag stellte die Geschäftsführung um den geschäftsführenden Gesellschafter Ralf Domning vor dem Landgericht Wuppertal den Antrag auf Insolvenzeröffnung für die kogag Agentur für Live-Kommunikation GmbH.

Die Solinger Event-Agentur kogag ist zahlungsunfähig. Am Mittwochvormittag stellte die Geschäftsführung um den geschäftsführenden Gesellschafter Ralf Domning vor dem Landgericht Wuppertal einen Antrag auf Insolvenzeröffnung für die kogag Agentur für Live-Kommunikation GmbH.

Noch im Sommer brachte die Agentur gemeinsam mit der TV-Produktion Constantin Entertainment eine Riesenveranstaltung in der Münchner Allianz Arena über die Bühne, die die Bewerbung der Münchner für die Olympischen Winterspiele 2018 unterstützen sollte. Zu den Kunden gehören Toyota, Toshiba und BMW, im ersten Halbjahr kamen neue wie LG Electronics dazu - und Autobauer wie Renault und Chevrolet verlängerten die Verträge.

Mit dem US-Autohersteller aber liegt kogag mittlerweile im Rechtsstreit, "mangelnde Unterstützung" der Banken in dieser Angelegenheit verschärfe die Situation, heißt es in Solingen. Zu den Hintergründen will sich Geschäftsführer Marc Domning nicht äußern. Nach Angaben der Agentur hätten zudem teure Pitches und sinkende Margen die Reserven der Agentur aufgefressen. Langjährige Kunden gingen mit verdienten Kräften der Agentur, denen kogag in einer Mitteilung "illoyales Verhalten" vorwirft, ohne aber Namen zu nennen.

"Es ist für mich eine extrem schmerzhafte Situation, trotz intensivster Bemühungen und Anstrengungen, nach 41 Jahren diesen Weg gehen zu müssen", sagt Ralf Domning mit Blick auf das Insolvenzverfahren. Unlängst erst hatte kogag das Firmengebäude in Solingen veräußern müssen. Die Agentur beschäftigt gut 60 Mitarbeiter.

Die zugehörige POS-Agentur kogag brand activation GmbH unter Geschäftsführer Andreas Kessemeier ist von der Insolvenz nicht betroffen. Sie arbeitet u.a. für Weleda und Schwäbsich Hall.

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