OWM-Umfrage unter Werbungstreibenden: "Aufschwung verlangsamt sich, aber keine Rezession"

 

Laut der aktuellen Umfrage der Organisation Werbungstreibende im Markenverband (OWM) rechnet die Mehrheit der Werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland mit einer befriedigenden Entwicklung der Wirtschaft. "Die Unternehmen bestätigen damit die Konjunkturprognosen, dass sich der Aufschwung verlangsamen wird, sie befürchten aber offensichtlich keine Rezession", sagt OWM-Vorsitzende Uwe Becker. Die meisten würden ihre Aussichten für 2012 gleich oder besser als in diesem Jahr bewerten.

Laut der aktuellen Umfrage der Organisation Werbungstreibende im Markenverband (OWM) rechnet die Mehrheit der Werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland mit einer befriedigenden Entwicklung der Wirtschaft. "Die Unternehmen bestätigen damit die Konjunkturprognosen, dass sich der Aufschwung verlangsamen wird, sie berfürchten aber offensichtlich keine Rezession", sagt OWM-Vorsitzende Uwe Becker. Die meisten würden ihre Aussichten für 2012 gleich oder besser als in diesem Jahr bewerten.

Nur zehn Prozent der befragten Mitglieder prognostizieren eine gute Entwicklung der wirtschaftlichen Aussichten. Zum Vergleich: 2010 wurden die Aussichten noch von 49% als gut eingestuft. Dafür stiegt der Anteil derjenigen, die eine befriedigende Entwicklung vorhersagen, von 46 auf 77% an. Mit einem schlechten bzw. sehr schlechnten Verlauf rechnen 13% der Befragten (Vorjahr: 2%).

88% glauben an stabile Umsätze in 2012

Dass der Umsatz sich im kommenden Jahr genauso gut oder besser als in 2011 entwickeln wird, glauben 88% der Werbungtreibenden. Im Vorjahr haben das noch 95% der befragten gedacht. 44% (Vorjahr 39%) rechnen sogar mit einer besseren Umsatzentwicklung. Fast alle (90%) sagen eine gleich guten oder bessere Entwicklung des Ertrags vorher.

"Diese Zahlen zeigen auch, dass die Firmen gut auf eine schwächere Wirtschaftsentwicklung vorbereitet sind", so Becker.

47% der Unternehmen wollen Werbeausgaben erhöhen

Knapp die Hälte der Werbungtreibenden (47%) wollen ihre Werbeausgaben im nächsten Jahr erhöhen. Im Vorjahr waren es noch 56%. Hingegen rechnen 31% (Vorjahr 14%) mit sinkenden Werbeausgaben.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Unternehmen zunehmend in Online-Werbung investieren (87%, Vorjahr: 76%). Doch auch die traditionellen Medien sind weiter gefragt: 23% haben den Printanteil im Mediamix erhöht (Vorjahr 22%), allerdings haben auch 36% (Vorjahr 39%) diesen zurückgefahren.

Uneinigkeit herrscht über die Bedeutung von Social Media

49% der befragten Werbungtreibenden schätzen die Bedeutung von Social Media als sehr hoch für die Marketing-Kommunikation ein. Allerding messen 51% diesem Thema nur geringe Relevanz zu. Trotzdem wollen 90% aller Befragten ihre Ausgaben für soziale Medien im kommenden Jahr erhöhen.

In der Umfrage kritisierten die Unternehmen den fehlenden Leistungsnachweis für digitale Medien: 70% sagen sogar, dass dies ihre Investitionen in Online-Werbung hemme. Die Kontrolle des "Return of Investment" (ROI) hat für die Mehrheit (82%) eine hohe bzw. sehr hohe Relevanz. Die Hälfte der Befragten (51%) gab an, laufende Kampagnen nach ROI-Kriterien zu optimieren.

Transparenz und Trading sind die wichtigsten Herausforderungen

Die wichtigste Herausforderung für 2012 sehen die Werbungtreibenden in der Transparenz im Werbemarkt (47%) und das Trading (39%). "Durch die Tradingdiskussion im Markt ist auch das Thema Transparenz wieder nach ganz oben auf die Agenda gerückt", sagt Joachim Schütz, OWM-Geschäftsführer. "Als Interessenvertretung der werbenden Unternehmen lehnen wir intransparente Tradingdeals ab. Alle Marktpartner sollten sich über die langfristigen Konsequenzen solcher Tradingmodelle im Klaren sein". Preiserhöhungen werden mit 36% an dritter Stelle genannt.

Die Umfrageergebnisse präsentiert Becker heute auf der 16. Fachtagung des Verbandes in Berlin.

Die OWM vertritt die Interessen ihrer mehr als 100 Mitgliedsunternehmen in allen relevanten Bereichen der Marketingkommunikation gegenüber Medien, Agenturen, Politik und in der Mediaforschung. Insgesamt investieren die Unternehmen des Verbandes mehr als 8,5 Mrd Euro im Jahr für Kommunikation und Werbung.

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