Sky-Boss Sullivan geht entspannt in Verhandlungen: "Die 'Sportschau' ist für uns nicht der entscheidende Faktor"

 

Der Bezahlsender Sky will bei den Sportrechten zurückschrauben. Der "Financial Times Deutschland" ("FTD") sagte Sky-Vorstandschef Brian Sullivan, dass sein Unternehmen den Ausstieg aus der Formel-1-Übertragung prüfe und auch mit weniger exklusiven Fußball-Bundesliga-Rechten leben könne.

Der Bezahlsender Sky will bei den Sportrechten zurückschrauben. Der "Financial Times Deutschland" ("FTD") sagte Sky-Vorstandschef Brian Sullivan, dass sein Unternehmen den Ausstieg aus der Formel-1-Übertragung prüfe und auch mit weniger exklusiven Fußball-Bundesliga-Rechten leben könne.

Man wisse noch nicht, so Sullivan, ob man die Übertragung der Formel 1 aufgebe. "Die Formel 1 ist ein tolles Produkt, hat aber eine sehr starke Präsenz im Free-TV", sagt der Vorstandschef. Zur Übertragung der Fußball-Bundesliga meinte Sullivan: "Die "Sportschau" ist für uns nicht der entscheidende Faktor. Ich glaube, man hat früher nicht genug getan, die Übertragung der Live-Spiele attraktiv genug zu machen."

Stattdessen konzentriere man sich auf "intelligente Investitionen", sagte Sullivan der "FTD". So strahlt der Bezahlsender vermehrt hochauflösende Programme aus und verbreitet seine Inhalte auf Plattformen wie dem iPad und der Xbox 360 (kress.de vom 13. Oktober 2011). Zudem startet im Dezember Sky Sport News HD, ein 24-Stunden-Sportnachrichtensender, für den den Sky 200 neue Mitarbeiter einstellte (kress.de vom 12. September 2011).

DFL-Chef Seifert: "Rechte sind mehr wert als 412 Mio Euro pro Jahr."

Währenddessen machte Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Fußball-Liga (DFL), im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" klar, dass das Szenario einer Internet-"Sportschau" kein Bluff sei. Man habe für die Ausschreibung, die noch in diesem Jahr beginnen soll, zwei konkurrierende Szenarien entwickelt: Eines, bei dem im Grunde alles beim Alten bleibe, und eines mit einer frei empfangbaren Zusammenfassung der Highlights der Samstagsspiele über Web-TV und mobile Endgeräte am frühen Abend. Letzteres werde, so Seifert, letztmalig vom Bundeskartellamt auf seine Markttauglichkeit geprüft. Im Gespräch sind die Szenarien schon seit Mitte Juli (kress.de vom 13. Juli 2011).

Die Rechte der neuen Vertragsperiode ab 2013/2014 sind laut Seifert mehr wert als 412 Mio Euro pro Jahr. So viel nehmen die Clubs bisher mit den Rechten ein. Im April 2012 soll die Vergabe der Rechte beendet sein. 

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