VDZ Zeitschriftentage: Hubert Burda fordert von Google "Netzneutralität"

17.11.2011
 

Der Verleger Hubert Burda fordert von Google und Facebook "Netzneutralität". Wie dpa berichtet, zog er auf den VDZ Zeitschriftentagen in Berlin den Vergleich mit Telekommunikationsunternehmen, die für alle Anbieter gleichberechtigt die Infrastruktur für den Datenfluss im Netz zur Verfügung stellen müssten.

Der Verleger Hubert Burda fordert von Google und Facebook "Netzneutralität". Wie dpa berichtet, zog er auf den VDZ Zeitschriftentagen in Berlin den Vergleich mit Telekommunikationsunternehmen, die für alle Anbieter gleichberechtigt die Infrastruktur für den Datenfluss im Netz zur Verfügung stellen müssten. 

Zum Nachteil der Verlage setze sich Google mit eigenen Angeboten oft an die Spitze der Suchergebnisse. Laut Burda werden die Inhalte-Lieferanten lediglich mit einem kleinen Anteil am großen Google-Werbekuchen abgespeist. Hubert Burda ist auch Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Auch die Forderung der Print-Branche nach einem Leistungsschutz für Verlagsangebote im Netz unterstrich Burda dpa zufolge in Berlin: So wie etwa Programmierer ein Urheberrecht auf ihre Codes hätten, müsste es auch "ein Recht auf Content" im Internet geben. Burda erwartet dazu eine Stellungnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Freitag auf dem Kongress eine "medienpolitische Standortbestimmung" geben soll.

Auf den Zeitschriftentagen am 17. und 18. November geben 50 Referenten und Diskutanten unter dem Motto "Zeitschriftenverleger – Gestalter der neuen Medienwelt" tiefgehende Einblicke in die Zeitschriftenthemen der Zukunft. Mit mehr als 1.000 Besuchern, über 100 angemeldeten Berichterstattern und 20 Partnern verzeichnet der VDZ in diesem Jahr einen neuen Rekord.

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