Kulturwandel in Gütersloh: Bald-Bertelsmann-Chef Rabe will starke Zentrale

18.11.2011
 

Thomas Rabe, 46, bald Vorstandschef von Bertelsmann, plant einen Umbau des Medienkonzerns. Laut "manager magazin" will er die Rolle der Gütersloher Hauptverwaltung deutlich stärken. Der dezentral organisierte Konzern habe vor, namentlich seinen Einfluss bei Investitionen, Neugeschäft und Personalmanagement zu erhöhen und hier teilweise die Federführung zu übernehmen.

Thomas Rabe, 46, bald Vorstandschef von Bertelsmann, plant einen Umbau des Medienkonzerns. Laut "manager magazin" will er die Rolle der Gütersloher Hauptverwaltung deutlich stärken. Der dezentral organisierte Konzern habe vor, namentlich seinen Einfluss bei Investitionen, Neugeschäft und Personalmanagement zu erhöhen und hier teilweise die Federführung zu übernehmen. Das "mm" beruft sich bei seinem Bericht auf Unternehmensinsider. 

Bei Bertelsmann genießen die Sparten Fernsehen (RTL), Zeitschriften (Gruner + Jahr), Dienstleistungen (Arvato) und Buchverlage (Random House) traditionell große Unabhängigkeit. 

In Gütersloh heißt es zu dem "mm"-Bericht: Thomas Rabe habe einen systematischen Dialog eröffnet, "um das kollektive Wissen von Bertelsmann zu nutzen und zugleich die bestehenden Strukturen und Prozesse zu überprüfen".

Schäferkordt soll in neuen Bertelsmann-Ausschuss

Rabe will nach Informationen des "manager magazins" bei Bertelsmann auch einen Ausschuss einrichten, der den Vorstand berate und strategische Fragen mit ihm erörtere. Als sicheres Gremienmitglied gilt den Angaben zufolge die deutsche RTL-Chefin Anke Schäferkordt. Dirk Refäuter, der langjährige Chef der Konzernentwicklung, soll Bertelsmann laut "mm" verlassen.

Thomas Rabe übernimmt die Bertelsmann-Führung am 1. Januar 2012. Vorgänger Hartmut Ostrowski wechselt in den Bertelsmann-Aufsichtsrat (kress.de vom 10. Oktober 2011).

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