Redaktion und Produktion sind betroffen: Spiegel TV plant Abbau von 26 Stellen

18.11.2011
 

Die Spiegel TV GmbH plant, "voraussichtlich" 26 Stellen zu streichen. Dies gab die 100-prozentige Tochter des Spiegel Verlags am Freitag Nachmittag bekannt. Über die Ausgestaltung der entsprechenden Maßnahmen würden in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern Gespräche geführt. Der geplante Stellenabbau betrifft die Redaktion und Produktion.

Die Spiegel TV GmbH plant, "voraussichtlich" 26 Stellen zu streichen. Dies gab die 100-prozentige Tochter des Spiegel Verlags am Freitag Nachmittag bekannt. Über die Ausgestaltung der entsprechenden Maßnahmen würden in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern Gespräche geführt. Der geplante Stellenabbau betrifft die Redaktion und Produktion.

"Wir brauchen schlankere Strukturen"

Matthias Schmolz, Geschäftsführer von Spiegel TV, erklärte, dass man das Ziel verfolge, die starke Position von Spiegel TV im deutschen Fernsehmarkt zu erhalten und weiter auszubauen. "Dafür ist es unumgänglich, dass wir unsere Organisation verändern und uns leider auch von Mitarbeitern trennen." Der Markt werde enger, die Budgets knapper, die Geschäftsfelder immer kleinteiliger. "Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen; wir brauchen schlankere und flexible Strukturen – auch weil Auftragsproduktionen inzwischen eine große Bedeutung in unserem Portfolio haben", so Schmolz.

Mit den Tochterfirmen Spiegel TV Media, Spiegel TV Infotainment und
Aspekt Telefilm produziert die Spiegel-TV-Gruppe zurzeit für acht auftraggebende Sender. Hinzu kommen die beiden eigenen Pay-TV-Kanäle Spiegel Geschichte und Spiegel TV Wissen sowie das Web-Angebot spiegel.tv.

Vom "Kerner"-Aus sind zusätzlich 30 Stellen betroffen

Im September hatte der Spiegel Verlag bereits die Geschäftsführung von Spiegel TV verschlankt und die Chefredaktion neu geordnet (kress.de vom 23. September 2011). Zudem kündigte der Spiegel Ende Oktober an, dass die Mannschaft, die "Kerner" produziert hat, im kommenden Jahr nicht weiterbeschäftigt werden könne (kress.de vom 26. Oktober 2011). Die Sendung läuft Ende des Jahres auf Sat.1 aus, Spiegel TV ist seit 2009 als Subproduzent für die J.B.K. TV-Production GmbH tätig. Rund 30 Stellen sollen laut kress-Infos bei Spiegel TV betroffen sein - zusätzlich zu dem oben beschriebenen geplanten Abbau von 26 Stellen. Danach wird es bei Spiegel TV rund 150 Vollzeitstellen geben.

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