ProSiebenSat.1 beschließt Pilotprojekt: "Neue Informationssendungen für junge Menschen"

 

Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG will "neue politische und wirtschaftliche Informationsformate für junge Menschen" entwickeln. Die Anregung kam vom Beirat des Medienkonzerns, den Edmund Stoiber leitet. Beschlossen wurde ein Pilotprojekt, das gemeinsam mit einer großen deutschen Journalistenschule und einem Online-Medium umgesetzt werden soll. Es ist auf drei Jahre angelegt und wird mit 500.000 Euro finanziert. Ein Projektteam soll sich um die Auswahl der externen Partner kümmern.

Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG will "neue politische und wirtschaftliche Informationsformate für junge Menschen" entwickeln. Die Anregung kam vom Beirat des Medienkonzerns, den Edmund Stoiber leitet. Beschlossen wurde ein Pilotprojekt, das gemeinsam mit einer großen deutschen Journalistenschule und einem Online-Medium umgesetzt werden soll. Es ist auf drei Jahre angelegt und wird mit 500.000 Euro finanziert. Ein Projektteam soll sich um die Auswahl der externen Partner kümmern.

Stoiber: "Ich halte es für sehr verantwortlich und absolut zukunftsgerichtet, dass ProSiebenSat.1 mit seinem Know-How und einem beachtlichen Budget neue Formate entwickeln will. Und auch die Politiker sollten sich öffnen für neue Formen der Politikvermittlung, wenn sie die Wähler von morgen noch erreichen wollen."

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1: "Mit Sendungen wie 'Galileo' oder 'TV Total Bundestagswahl' haben wir bewiesen, dass Informationsendungen für junge Leute, die sich mit wirtschaftlichen oder politischen Fragen befassen, äußerst erfolgreich sein können - wenn die Mittel richtig gewählt sind."

Auf den richtigen Einsatz der Mittel achtet Ebeling. Noch im vergangenen Jahr sagte Ebeling dazu: "Auch wenn ich mehr Geld hätte, würde ich es nicht für mehr Nachrichten ausgeben." Stattdessen setze er auf "lokale Fiction". Die eigenen Nachrichten produziert ProSiebenSat.1 nicht mehr selbst. Seit dem Verkauf des Nachrichtensenders N24 im vergangenen Jahr an Stefan Aust und das N24-Management um Senderchef Torsten Rossmann, liefert N24 die Nachrichten für Sat.1, ProSieben und kabel eins (kress.de vom 19. Juli 2010).

Werbeverbot für ARD und ZDF

Zudem fordert der Beirat eine Aufgabentrennung zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF. "Werbung und Sponsoring dürfen nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein", heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Der Beirat soll ProSiebenSat.1 in gesellschafts- und medienpolitischen sowie ethischen Fragen beraten. Vorsitzender ist  Edmund Stoiber, Ministerpräsident a.D., weitere Mitglieder sind der unter anderem der Journalist Dieter Kronzucker, der Maler Markus Lüpertz, der Präsident der Technischen Universität München Wolfgang A. Herrmann sowie die Ärztin und Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss (kress.de vom 21. September 2011).

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Kopf

Klaus Burdenski

23.11.2011
!

--- Zudem fordert der Beirat eine Aufgabentrennung zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF. "Werbung und Sponsoring dürfen nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein", heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. ---

Mich würde mal interessieren, warum Werbung und Sponsoring nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein soll. Weil die Privaten nur Nachrichten von Dritten senden und den eigentändigen Journalismus eingestellt haben?


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