Product Placement von Müller Milchreis und Hasbro: "Was James Bond recht ist, muss Stromberg billig sein"

 

Hat sich Bernd Stromberg, leitender Schadensregulierer der Capitol-Versicherung, von der Molkerei Alois Müller kaufen lassen, um deren Milchreis dreist vor der Kamera zu platzieren? So hätte es laufen können, doch in Wahrheit hat Brainpool TV, die Produktionsfirma der Kultserie "Stromberg", den Product-Placement-Deal an Land gezogen. "Was James Bond recht ist, muss Bernd Stromberg billig sein", sagt Produzent und "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann auf kress-Nachfrage.

Hat sich Bernd Stromberg, leitender Schadensregulierer der Capitol-Versicherung, von der Molkerei Alois Müller kaufen lassen, um deren Milchreis dreist vor der Kamera zu platzieren? So hätte es laufen können, doch in Wahrheit hat Brainpool TV, die Produktionsfirma der Kultserie "Stromberg", den Product-Placement-Deal an Land gezogen. "Was James Bond recht ist, muss Bernd Stromberg billig sein", sagt Produzent und "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann auf kress-Nachfrage. "In Kinoproduktionen sind Produktplatzierungen schon längst üblich, und in Zeiten, in denen ganze Kontinente auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten sind, gilt das umso mehr für eine kleine Fernsehproduktion."

Die Folge: In der laufenden fünften Staffel löffeln Stromberg und Kollegen regelmäßig aus Müller-Milchreis-Bechern - auch für den flüchtigen Zuschauer deutlich als solche erkennbar. Gelegentlich wird sogar die jeweilige Fruchtsorte im Dialog thematisiert. Außer Müller ist auch Hasbro präsent: Mit dessen Spielzeugwaffen vom Typ Nerf Blaster beschießen sich die Capitol-Mitarbeiter gern gegenseitig - getreu dem Motto "Büro ist Krieg".

Man brauche dazu "selbstbewusste Markenpartner, die sich selbst auch nicht immer ganz ernst nehmen und bereit sind, sich einem solchen Format gewissermaßen zu überlassen", so Ingrid Langheld, Geschäftsführerin der Brainpool Artist & Content Services, im neuen kressreport 24/11.

Dass eines der originellsten Branded-Entertainment-Beispiele dieser Tage aus der Spielart Product Placement stammt, ist für den deutschen Markt durchaus üblich. Dass eine Marke selbst zum Hauptprogramm oder zum Kreateur von eigenen Inhalten wird wie in etlichen anglo-amerikanischen Erfolgsfällen, ist hierzulande noch immer selten. Sabine Eckhardt, Chefin der SevenOne AdFactory, hofft auf die Weltkonzerne, die bereits gute Erfahrungen mit Branded Entertainment gesammelt haben und ihre Konzepte nun international adaptieren wollen. "Das ist ein wichtiger Treiber für den Markt auch hierzulande", so Eckhardt.

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Wie wirkt Branded Entertainment? Wo liegen gemeinsame Anknüpfungspunkte für Marken, Agenturen, Medien und Produzenten? Zum zweiten "Branded Entertainment Summit" laden UFA brand communication, @radical.media und HMR International in Kooperation mit kress am 23./24. Januar 2012 in die Berliner Bertelsmann-Repräsentanz. Infos und Anmeldung hier!

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