IT-Standort Deutschland im weltweiten Vergleich: Drittletzter bei Facebook & Co.

07.12.2011
 

TNS Infratest hat den aktuellen "Monitoring-Report Deutschland Digital 2011" vorgestellt. Als Standort für die Informations- undKommunikationstechnologie (IKT) erreicht Deutschland im 15 Nationen-Vergleich gemeinsam mit Schweden Platz 6. Damit hat sich Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessert und erreicht 56 von maximal 100 möglichen Indexpunkten.

TNS Infratest hat den aktuellen "Monitoring-Report Deutschland Digital 2011" vorgestellt. Als Standort für die Informations- undKommunikationstechnologie (IKT) erreicht Deutschland im 15 Nationen-Vergleich gemeinsam mit Schweden Platz 6. Damit hat sich Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessert und erreicht 56 von maximal 100 möglichen Indexpunkten. Mit 14 Prozentpunkten ist der Abstand Deutschlands zum führenden Südkorea wie im Vorjahr deutlich.

Die besten Ergebnisse konnte Deutschland beim "Anteil der Internet-Werbeumsätze am Werbemarkt" (Rang drei) und bei der Verbreitung des Mobilfunks (Rang 4) erzielen. Besonders schlecht schneidet Deutschland im Vergleich zu den anderen 14 Ländern mit Rang 13 bei der "Nutzung von sozialen Netzwerken durch Internetnutzer" ab. Immerhin verbesserte sich der Indexwert um 13 Indexpunkte auf 61. Dies bedeutet, dass 50,8% der Internetnutzer hierzulande aktive soziale Netzwerker sind.

Indien und China teilen sich mit einem Anteil von 82,8% und 82,6% der Nutzer sozialer Netzwerke an allen aktiven Internetnutzern mit jeweils 100 Indexpunkten den ersten Platz. China verbesserte sich mit 32 Indexpunkten um sechs Rangplätze, Indien um zwei Rangplätze und einem Zuwachs um 17 Indexpunkte. Mit starken Netzwerker-Anteilen folgen auf den Rängen drei bis fünf Norwegen (78,9%), Dänemark (74,1%) und Schweden (72,1%). Großbritannien belegt mit einem Prozentsatz von 69,4% und 84 Punkten im Index den sechsten Rang.

Die Ergebnisse wurden anlässlich des Sechsten Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung in München vorgestellt. Die Langfassung der Studie kann unter "www.tns-infratest.com/monitoring-deutschland-digital" heruntergeladen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte auf dem IT-Gipfel laut dpa, dass der Ausbau der Netz-Infrastruktur von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sei. Schnelle Internetverbindungen mit mehr als 50 Megabit pro Sekunde sollen der Volkswirtschaft einen kräftigen Schub geben. Bis 2014 soll mindestens 75% der Haushalte der Zugang zu diesen Hochleistungsnetzen ermöglicht werden.

Die durchschnittliche maximale Bandbreite bei Internet-Anschlüssen in Deutschland liegt laut TNS Infratest bei 17 Megabit pro Sekunde - während es in den OECD-Staaten im Schnitt 37 Megabit sind.

Ihre Kommentare
Kopf

Rainer Götz

07.12.2011
!

Eigentlich ist das schlechte Abschneiden nicht verwunderlich: Fast jeden Tag gibt es von Politikern und Medien Warnungen vor dem "bösen" Facebook, der Datenkrake ...Erst gestern Abend wieder bei "Die Akte" (SAT1).


Bernd Meierrieks

07.12.2011
!

Im Fall von sozialen Netzwerken von "schlechten" oder "guten" Ergebnissen zu sprechen, halte ich nicht immer für angemessen.

Eine gewisse Zurückhaltung, sich persönlich im Netz zu offenbaren, halte ich dagegen für durchaus angemessen.


Uwe Machhein

08.12.2011
!

Ein Netzwerk wie Facebook zum Gradmesser zu machen halte ich für problematisch, da es ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennbar ist, aus welchem Grund jemand Teilnehmer dieses Netzwerks ist. Insofern dürfte sowohl die Analyse der Werberelevanz als auch die Prognose des Kapazitätsbedarfs etwas schwerfallen. Kurz gesagt: Vom exhibitionistischen Akademiker bis zum Prolo-Deppen kann man bei "f" alles antreffen. So ein Personal sollte man besser nicht überbewerten.


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