Condé Nast zählt 14.000 verkaufte Apps: Deutsche "Wired" erscheint 2012 zwei Mal

07.12.2011
 

Das deutsche "Wired"-Abenteuer wird fortgesetzt. Condé Nast bestätigte gegenüber kress, dass die deutsche Ausgabe des Digitalkultur- und Wissensmagazins zwei Mal im kommenden Jahr an den Kiosk kommt. Im März und im Herbst werden die Hefte erscheinen- sowohl im Bundle mit "GQ" als auch als Stand-Alone-Ausgabe. Und zwar gleichzeitig. Auch wieder als iPad-App wird es die deutsche "Wired" geben.

Das deutsche "Wired"-Abenteuer wird fortgesetzt. Condé Nast bestätigte gegenüber kress, dass die deutsche Ausgabe des Digitalkultur- und Wissensmagazins zwei Mal im kommenden Jahr an den Kiosk kommt. Im März und im Herbst werden die Hefte erscheinen - sowohl im Bundle mit "GQ" als auch als Stand-Alone-Ausgabe. Und zwar gleichzeitig. Auch wieder als iPad-App wird es die deutsche "Wired" geben. Im Laufe des Jahres will man dann schauen, ob die Frequenz erhöht wird, heißt auf dem Blog des Magazins. Wer zur Redaktionsmannschaft gehört und wer sie anführt - noch unklar.

"Die Pilotausgabe stieß mit Heft und iPad-App auf eine so große und positive Resonanz der Leser, dass wir 'Wired' in Deutschland weiter aufbauen möchten. Was für eine starke Marke 'Wired' ist, zeigen auch die rund 14.000 verkauften Apps", erklärte Condé-Nast-Herausgeber Moritz von Laffert am Donnerstag. Die Printversion von "Wired" sei inklusive des Bundles mit "GQ" rund 110.000 Mal verkauft worden. Wie sich diese Zahl zusammensetzt, verrät Condé Nast nicht.

Positives Leserfeedback

In einer Leserbefragung gaben laut von Laffert 86% der 750 Befragten an, dass ihnen die deutsche "Wired" "gut" oder "sehr gut" gefallen hat. "'Wired' ist eine Zeitschriftenmarke, die ihre Leserschaft in hohem Maße aktiviert und die sehr aufmerksam gelesen wird. Die Messlatte lag hoch, umso erfreulicher ist es, dass wir bereits mit der ersten Ausgabe sowohl die Fans der englischsprachigen Ausgabe als auch vollkommen neue Leserkreise für das Heft begeistern konnten", kommentiert von Laffert. Allein um den Launch seien rund 2.000 Tweets in vier Tagen zu dem Magazinprojekt registriert worden.

Die deutsche "Wired" ist im September gemeinsam mit der Oktoberausgabe des Condé-Nast-Männermagazins "GQ Gentlemen's Quarterly" erschienen (kress.de vom 5. Mai 2011), zugleich ging auch eine "Wired"-iPad-App im iTunes-Kiosk an den Start. Thomas Knüwer leitete die Entwicklungsredaktion der 134 seitigen "Wired"-Ausgabe (kress.de vom 15. Juni 2011).

Rupert Sommer schrieb im kress-Check: "Für ein Magazin, das zuletzt oft als Bilderbuch für die Kaffeetischchen der Digitalbohème belächelt wurde, wird in der ersten deutschen 'Wired'-Ausgabe viel um Worte gerungen. Chefredakteur Thomas Knüwer knipst den Heiligenschein der angeblich so fortschrittlichen 'Geeks' an und rückt sie von Freaks und E-Nerds ab. Kein Wunder, will 'Wired' doch mindestens so aufgeweckt daherkommen wie sein US-Vorbild."

"Wired" wurde 1993 in San Francisco gegründet und gehört seit 1998 zu Condé Nast. Das Magazin will als "Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften" (Verlag) zeigen, wie neue Techniken Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und das menschliche Zusammenleben verändern. Chefredakteur der US-Ausgabe ist Chris Anderson, der Schöpfer der "Long-Tail"-Theorie.

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