"Journalisten des Jahres", "Redaktion 2011": "FAS" erneut für "Guttenberg"-Berichte ausgezeichnet

17.12.2011
 

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) ist erneut für ihre Guttenberg-Berichterstattung ausgezeichnet worden. Eine 70-köpfige Fachjury der Branchenzeitschrift "medium magazin" wählte Eckart Lohse und Markus Wehner, Politikredakteure der "FAS", zu den "Journalisten des Jahres". Zugleich wurde die "FAS" zur "Redaktion des Jahres" gekürt.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) ist erneut für ihre Guttenberg-Berichterstattung ausgezeichnet worden. Eine 70-köpfigen Fachjury der Branchenzeitschrift "medium magazin" wählte Eckart Lohse und Markus Wehner, Politikredakteure der "FAS", zu den "Journalisten des Jahres". Zugleich wurde die "FAS" zur "Redaktion des Jahres" gekürt.

Eckart Lohse und Markus Wehner bekommen den Preis für "ihre akribische und unbestechliche Berliner Politikbeobachtung, die 2011 in ihrer Guttenberg-Analyse gipfelte". "Während der Medien-Mainstream den damaligen Verteidigungsminister als neue Lichtgestalt der deutschen Politik feierte, recherchierten die beiden über zwei Jahre hinweg hartnäckig und unbeeinflusst von vorgefassten Meinungen für ihre Biografie über Karl Theodor zu Guttenberg", begründete die Jury die Wahl von Lohse und Wehner zu den "Journalisten des Jahres". Der undotierte Preis wird seit 2004 verliehen.

Die "FAS" erhielt den Titel als "Redaktion des Jahres 2011", - weil sie  konsequent auf einen eigenen Ton am Sonntag setze; sie brilliere mit herausragenden Analysen, spiele intelligent mit Unterhaltung, mache Geld- & Wirtschaftsthemen transparent und hätte besonders im Jahr 2011 Mut zur streitbaren politischen Auseinandersetzung gezeigt. "Gemeinsam mit dem Mutterhaus 'FAZ' hat die 'FAS' gegen anfänglich erheblichen Widerstand aus der Leserschaft ihre kritische Haltung im Fall Guttenberg aufrechterhalten - aus journalistischer Überzeugung, die sich aus Fakten statt Vorurteilen speist. Das verdient hohe Anerkennung", so die "medium magazin"-Jury.

In den zehn Fachkategorien siegten:

1. Chefredakteur: Wolfgang Blau, Zeit Online
2. Politik: Andrea Röpke, freie Journalistin
3. Wirtschaft: Heike Faller, Zeit-Magazin
4. Kultur: Willi Winkler, freier Autor (u.a. Süddeutsche Zeitung)
5. Unterhaltung: Thomas Gottschalk, ZDF-Moderator (ab 1.1.2012 ARD)
6. Sport: Arnd Zeigler, freier Journalist (u.a. Radio Bremen, WDR)
7. Wissenschaft: Dagmar Röhrlich, freie Journalistin (u.a. Deutschlandfunk)
8. Reporter: Stefan Buchen, freier Journalist (NDR/ARD)
9. Regional/Lokal: - Chefredakteur: Christian Lindner, "Rhein-Zeitung" - Autorin: Christine Kröger, "Weserkurier"
10. Newcomer: Richard Gutjahr, freier Journalist (Bayrischer Rundfunk)

Wolfgang Blau, Chefredakteur "Zeit Online", ist "Chefredakteur des Jahres", weil er laut Jury auf beeindruckende Weise zeigt, wie Onlinejournalismus mit anspruchsvoller Qualität funktionieren kann. Unter seiner Führung sei "Zeit Online" stilbildend für andere Websites geworden: Sie stehe für einen "unaufgeregten, sachlichen und attraktiven Journalismus im Netz - mit publizistischem Charme, Experimentierfreude und großem Selbstbewusstsein".

Der künftige ARD-Mann Thomas Gottschalk habe nach dem schweren Unfall in der "Wetten dass..."-Sendung am 1. Dezember 2010 mit seiner Reaktion für einen selten Moment des Innehaltens in der immer sensationsheischenderen Unterhaltungsindustrie gesorgt und damit ein Nachdenken über die Grenzen von Unterhaltung provoziert. Dafür gebühre ihm besondere Anerkennung, so die Jury.

Richard Gutjahr, freier Journalist, Blogger und Moderator des Bayrischen Rundfunk, wurde als "Newcomer 2011" ausgezeichnet, weil er als Reporter einer neuen Generation zeige, wie mit den neuen Mediengenres gearbeitet werden könne.

Hintergrund: "FAZ" und "FAS" sind bereits vom netzwerk recherche für ihre Guttenberg-Berichterstattung ausgezeichnet worden (kress.de vom 19. November 2011).

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