Nachbessern im Kleingedruckten: Iren attestieren Facebook Recht­mä­ßig­keit

 

Nach einer dreimonatigen Prüfung kam die irische Datenschutzbehörde, Office of the Irish Data Protection Commissioner (DPC), zu dem Schluss, dass Facebook einige Nachbesserungen vornehmen muss, jedoch nicht gravierend gegen irisches oder europäisches Recht verstößt. Facebook hat in Irland sein Hauptquartier für die Geschäfte außerhalb Nordamerikas, womit die irischen Behörden für Facebooks Aktivitäten in Europa zuständig sind.

Nach einer dreimonatigen Prüfung kam die irische Datenschutzbehörde, Office of the Irish Data Protection Commissioner (DPC), zu dem Schluss, dass Facebook einige Nachbesserungen vornehmen muss, jedoch nicht gravierend gegen irisches oder europäisches Recht verstößt. Facebook hat in Irland sein Hauptquartier für die Geschäfte außerhalb Nordamerikas, womit die irischen Behörden für Facebooks Aktivitäten in Europa zuständig sind (kress.de vom 25. Oktober 2011).

Der Irish Data Protection Commissioner, Billy Hawkes, sagte: "Die Prüfung hat ergeben, dass es auf Seiten Facebooks eine positive Einstellung und die Verpflichtung gebe, die Rechte der Nutzer auf Privatsphäre zu respektieren." Als Ergebnis der Untersuchung habe Facebook sich damit einverstanden erklärt, innerhalb der kommenden sechs Monate Verbesserungen vorzunehmen und sich im Juli erneut prüfen zu lassen. Gary Davis, der die Untersuchung leitete, spricht von der umfangreichsten und gründlichsten Prüfung, die seine Behörde jemals durchgeführt habe.

Facebook-Manager Richard Allan schreibt in einem Blog-Beitrag: "Wir sind erfreut, dass nach drei Monaten genauester Überprüfung der Bericht der DPC zeigt, wie Facebook sich an europäische Datenschutzregeln hält und irischen Gesetzen entspricht."

Die Änderungen, die bei Facebook nun anstehen, betreffen weniger die Funktionen der Seite an sich, sondern wie Nutzer über diese Funktionen informiert werden. So soll Facebook beispielsweise:

  • Beim Anmelden und auf der Homepage besser ersichtlich auf die Regelungen zur Privatsphäre und den Datenschutz verweisen
  • Prominenter darauf hinweisen, wie die Gesichtserkennung funktioniert
  • Nutzern erklären, wie ihre Daten für das gezielte Schalten von Werbung verwendet werden und wie mit gelöschten Daten verfahren wird
  • Begrenzen, wie lange Daten gespeichert werdenNutzern ermöglichen, mehr Informationen dauerhaft zu löschen
  • Nutzer besser darüber informieren, wie sie Daten, die Facebook und Applikationen von Drittanbietern haben, kontrollieren können

Facebook will den Vorschlägen der DPC entsprechen oder alternative Lösungen vorschlagen. Den gesamten Prüfbericht hat die DPC als PDF veröffentlicht.

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