"Weder gelogen noch die Wahrheit gesagt": Details aus Wulffs Mailbox-Nachricht

 

Auch wenn Bundespräsident Christian Wulff nicht will, dass die "Bild" die Nachricht veröffentlicht, die er auf dem Anrufbeantworter des "Bild"-Chefredakteurs Kai Diekmann hinterließ, so sickern doch weitere Details heraus. Wie im Interview mit ARD und ZDF von Wulff bereits dargestellt, soll er lediglich um einen Aufschub der Berichterstattung über seine Hausfinanzierung gebeten haben. Dies berichtet das "ARD-Morgenmagazin" ("tagesschau.de").

Auch wenn Bundespräsident Christian Wulff nicht will, dass die "Bild" die Nachricht veröffentlicht, die er auf dem Anrufbeantworter des "Bild"-Chefredakteurs Kai Diekmann hinterließ, so sickern doch weitere Details heraus. Wie im Interview mit ARD und ZDF von Wulff bereits dargestellt, soll er lediglich um einen Aufschub der Berichterstattung über seine Hausfinanzierung gebeten haben (kress.de vom 5. Januar 2012). Dies berichtet das "ARD-Morgenmagazin" ("tagesschau.de").

Wie die ARD von Hans Leyendecker von der "Süddeutschen Zeitung" erfuhr, habe Wulff tatsächlich lediglich von einer Verschiebung gesprochen. Leyendecker kennt laut ARD den Inhalt der Mailbox-Nachricht. Doch Wulff soll in der Nachricht auch gefleht und gedroht haben. Die Worte "Krieg führen" und "Strafantrag" seien gefallen. Wulff habe weder gelogen noch die Wahrheit gesagt, so Leyendecker.

Hintergrund: Der Leiter des "Bild"-Hauptstadtbüros Nikolaus Blome widersprach der Darstellung des Bundespräsident im Anschluss an das Interview: "Das haben wir damals deutlich anders wahrgenommen. Es war ein Anruf, der ganz klar das Ziel hatte, diese Berichterstattung zu unterbinden." Daraufhin bat die "Bild" darum, die Abschrift der Mailbox-Nachricht veröffentlich zu dürfen. Wulff lehnte dies ab.

Ihre Kommentare
Kopf

M.

06.01.2012
!

Im Kampf um die hierzulande ja wahnsinnig bedrohte Pressefreiheit glauben selbst die seriösesten Stimmen auf opportunistische Weise der Bildzeitung - ein Blatt, auf das Menschen des öffentlichen Lebens zu Recht latente Wut empfinden dürfen.


Thomas Bauer

06.01.2012
!

Darf man mal fragen, warum Hans Leyendecker die Mailboxaufzeichung von Kai Diekmann gehört hat?


Jörg Laus

Jörg Laus

Verlag B. Boll, Solinger Tageblatt
Anzeigenleiter

06.01.2012
!

Gute Frage!!! Die Rolle von Herrn Dieckmann finde ich immer spannender.
Kann oder darf sich der Chefredakteur nicht mehr klar äußern? Warum werden Informationen augenscheinlich gestückelt über 3. transportiert? Vielleicht ist das Rad etwas groß geworden und er will es nicht mehr alleine drehen...


Werner Beer

07.01.2012
!

Herr Dieckmann und Herr Leyendecker - haben sie denn kein besseres Thema?
Bedenken sie doch bitte:

Gab es schon mal ein attraktives Bundespräsidentenpaar? Dann hat man eines und schon ist der Neid da. Das ist doch typisch deutsch und sonst gar nichts. Ich frage mich - wer soll denn diesen Job machen in der BRD!! Wir haben doch gar kein fähigeres, attraktives Bundespräsidentenpaar.

Werner Beer


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08.01.2012
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