Krieg der Welten: Murdoch beschimpft Google via Twitter

16.01.2012
 

Rupert Murdoch, 80, twittert seit Jahresbeginn - und dabei nimmt der mächtige News-Corp-Chef kein Blatt vor den Mund. Weil Murdoch als Medienunternehmer (Fox, "WSJ") der Schutz des geistigen Eigentums besonders wichtig ist, hat er nun scharf gegen den "Anführer der Online-Piraten" geschossen. Und Murdoch meint damit Google. "Kein Wunder, dass sie Millionen ins Lobbying stecken", twitterte Murdoch.

Rupert Murdoch, 80, twittert seit Jahresbeginn - und dabei nimmt der mächtige News-Corp-Chef kein Blatt vor den Mund. Weil Murdoch als Medienunternehmer (Fox, "WSJ") der Schutz des geistigen Eigentums besonders wichtig ist, hat er nun scharf gegen den "Anführer der Online-Piraten" geschossen. Und Murdoch meint damit Google. Der Suchmaschinenriese würde "kostenlos Filme zeigen und an der Werbung drumherum verdienen". "Kein Wunder, dass sie Millionen ins Lobbying stecken", twitterte Murdoch.

Als Beweis gibt der Medienmogul an, Google nach dem neuen "Mission: Impossible"-Film durchforstet zu haben. Bei seiner Suche sei er auf mehrere Seiten mit "Gratis-Links" zum Tom-Cruise-Streifen gestoßen.

Google ließ sich nicht lange bitten und reagierte auf die Breitseite: Das sei schlichtweg Unsinn, ließ das Unternehmen via "Cnet" verlauten. "Im vergangenen Jahr haben wir fünf Millionen illegale Webseiten aus unseren Suchergebnissen entfernt." Dazu habe man 60 Mio Dollar in den Kampf gegen betrügerische Werbung gesteckt. Google kämpfe täglich gegen Piraten und Fälscher.

Rupert Murdoch, der inzwischen über 140.000 Twitter-Follower hat, feuert mit seinen Kurznachrichten aber nicht nur auf andere. In einem Tweet vor ein paar Tagen gibt er sich durchaus selbstkritisch: Bei der Übernahme von MySpace habe man jeden erdenklichen Fehler gemacht.

Ihre Kommentare
Kopf

Theodor Fruendt

16.01.2012
!

Ausgerechnet Murdoch, dessen "News-of-the-world" 'Journalisten' von nahezu allen Leuten in London Telefone abhören liessen ("prirateten") um ein klein-wenig reisserisches Getratsche zu verbreiten . Das er im gleichen Beitrag auch Obama angriff sagt alles. Das muss mit Altersstarrsinn zu tun haben.


Ulf J. Froitzheim

Ulf J. Froitzheim

Redaktionsbüro UJF.biz
Freier Journalist

17.01.2012
!

Geistiges Eigentum kann man das nicht nennen, was Rupert Murdoch besitzt und was ihm wichtig ist. Es handelt sich nur um Verwertungsrechte. Der beschworene Geist steckt in den Köpfen seiner Autoren.


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