Naumann wechselt in "Publizistischen Beirat": "Spiegel"-Autor Schwennicke wird "Cicero"-Chef

 

"Spiegel"-Autor Christoph Schwennicke (Foto), 45, übernimmt zur Jahresmitte die Chefredaktion von "Cicero". Der bisherige Chefredakteur Michael Naumann, 70, wird neuer Vorsitzender des Publizistischen Beirates des Magazins. Die bisherige Nummer zwei, der stellvertretende Chefredakteur Alexander Marguier, darf sich künftig "Stellvertreter des Chefredakteurs" nennen und trägt die publizistische Verantwortung für "Cicero Choice" und weitere geplante Ableger von "Cicero".

"Spiegel"-Autor Christoph Schwennicke (Foto), 45, übernimmt zur Jahresmitte die Chefredaktion von "Cicero". Der bisherige Chefredakteur Michael Naumann, 70, wird neuer Vorsitzender des Publizistischen Beirates des Magazins. Die bisherige Nummer zwei, der stellvertretende Chefredakteur Alexander Marguier, darf sich künftig "Stellvertreter des Chefredakteurs" nennen und trägt die publizistische Verantwortung für "Cicero Choice" und weitere geplante Ableger von "Cicero".

"Im Alter von 70 Jahren ist es an der Zeit, einem jüngeren und hoch kompetenten Kollegen die Redaktionsleitung zu übergeben", sagt Naumann zu seinem Rückzug.

Bereits vergangenen Donnerstag berichtete die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") über einen Wechsel an der Spitze des Magazins für politische Kultur aus dem Ringier-Verlag (kress.de vom 2. Februar 2012). "Kein Kommentar" hieß es damals bei Ringier.

Schwennicke ist Absolvent der Deutsche Journalistenschule in München. Er war beim "Spiegel" zuletzt stellvertretender Büroleiter der Hauptstadtredaktion. Vor seiner Zeit beim Nachrichtenmagazin leitete er von 2005 bis 2007 das Parlamentsbüro der "SZ". Schwennicke wurde 1992 mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet, 2008 mit dem Medienpreis Politik des Deutschen Bundestages, 2009 mit dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik.

Für "Cicero" ist es der zweite Chefredakteurswechsel innerhalb von 24 Monaten. Erst Anfang 2010 löste Naumann Wolfram Weimer ab (kress.de vom 11. Dezember 2009). Der wechselte als Chefredakteur zum "Focus", verließ ihn aber bereits im Sommer 2011 wieder (kress.de vom 26. Juli 2011). Naumann war vorher Chefredakteur und Herausgeber der Wochenzeitung "Zeit" und zwei Jahre lang Kulturstaatsminister während der ersten Amtszeit von Gerhard Schröder.

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