Best Brands-Markengala in München: Amazon, Apple, BMW und HTC begeistern die Deutschen

 

Wenn man die Verleihung eines Beliebtheits-Rankings wie die "Marken-Oscars" zelebrieren möchte, dann braucht man einen Hollywood-reifen Moderator: Best Brands-Mitveranstalter ProSiebenSat.1 entsicherte vor handverlesenem Werbepublikum seine schärfste Waffe: Harald Schmidt. Der verlieh nicht nur die Trophäen für Deutschlands strahlkräftigsten Marken an Amazon, Apple, BMW und HTC, sondern bot eine rundum grandiose Dirty-Harry-Show.

Wenn man die Verleihung eines Beliebtheits-Rankings wie die "Marken-Oscars" zelebrieren möchte, dann braucht man einen Hollywood-reifen Moderator: Best Brands-Mitveranstalter ProSiebenSat.1 entsicherte vor handverlesenem Werbepublikum seine schärfste Waffe: Harald Schmidt. Der verlieh nicht nur die Trophäen für Deutschlands strahlkräftigsten Marken an Amazon, Apple, BMW und HTC, sondern bot eine rundum grandiose Dirty-Harry-Show.

Forsch los ging's bereits damit, dass sich Harald Schmidt, der für das Sondergastspiel in München, extra die Aufzeichnung seiner Donnerstagsshow nach vorne verlegt hatte, über seine eigene Verpflichtung vor rund 600 geladenen Gala-Gästen aus Industrie, Handel, Agenturen und Show-Biz amüsierte. "Als Gastgeber vorgestellt zu werden, hat schon was, obwohl doch die anderen bezahlen müssen", sagt der Moderator. Best Brands wird von der Serviceplan-Gruppe, dem Markenverband, dem Marktforschungsspezialisten GfK, ProSiebenSat.1, der "WirtschaftsWoche" und iq media marketing getragen. 

"Willkommen in Schloss Bellvue"

"Es passt in die Zeit", schmunzelte Schmidt und spielte auf die Upgrade-Übernachtung von Bundespräsident Christian Wulff im Bayerischen Hof an, wo die Gala gastierte. "Willkommen in Schloss Bellvue", lautete folgerichtig seine formelle Begrüßung - nicht ohne den Hinweis, dass er selbst im "Dominik Strauss-Kahn-Flügel" des weitläufigen Gebäudes untergebracht sei.

Den eher ernsten Teil der Veranstaltung absolvierte Schmidt allerdings als nur gelegentlich spöttischer Entertainer alter Schule: Und so durfte sich BMW, vertreten durch den Leiter Markenführung Uwe Ellinghaus, über die Auszeichnung als "Beste Unternehmensmarke International" freuen. Die GfK hatte dafür 5.000 Befragungsstichproben in den wichtigen Absatzmärkten Brasilien, USA, China, Frankreich und Deutschland durchgeführt. Der Vorjahressieger VW war auf Platz 3 gerutscht, auf Platz 2 landete Audi.

Apple glänzt durch Abwesenheit

Die Auszeichnung für die beste Produktmarke ging an Apple, deren Vertreter sich traditionell dem Presserummel entziehen und durch Abwesenheit glänzen. Mehr oder minder stellvertretend nahm daher Archibald Horlitz von Gravis die Trophäe für das Apple-iPhone entgegen. Im Vorjahr galt das iPhone in der GfK-Umfrage noch als stärkste Wachstumsmarke.

"Weißraum lieber selber vollschreiben"

Die ging diesmal eher an einen Underdog: HTC habe sich "vom Lohnfertiger zum Entwickler" gemausert, lobte "WiWo"-Chefredakteur Roland Tichy in seiner Laudation auf den taiwanesischen Smartphone- und Tablet-Herausforderer, der sich mit dem Preis für die "Stärkste Wachstumsmarke" schmücken darf. Tichy selbst outete sich augenzwinkernd als Werbe-Verächter. Etwas vereinnahmend verallgemeinernd sprach er davon, dass alle Journalisten doch Marken ablehnten - "weil sie uns den Weißraum wegnehmen, den wir lieber selbst vollschreiben wollen."

"Für Start-ups geben wir gerne was"

Der letzte Preis des Abends, in der eher ungewöhnlichen Kategorie "Beste Händlermarke Non-Food" ging an Amazon. Die Nürnberger GfK hatte dafür die Markenpräferenzen unter Deutschlands Entscheidern abgefragt. Wie in den übrigen Kategorien überreichte Harald Schmidt auch Amazon einen Scheck in Höhe von 270.000 Euro. "Für Start-ups geben wir gerne etwas", so der Moderator.

Er selbst hatte eigentlich auch einen anderen "Non-Food"-Gewinner spekuliert, äzte Schmidt: Müller Brot. Der bayerische Traditionsbäcker steht derzeit wegen gravierende Hygienemängel in der Kritik. 

Abgerundet wurde die BestBrands-Party durch eine aufrüttelnden Auftritt der Präsidenten-Halbschwester Auma Obama, die für ihre Hilfsorganisation Sauti Kuu warb. Ex-Spice Girl Melanie C präsentierte ein Akustik-Set und wurde von Schmidt mit den selbstironischen Worten begrüßt. "Wir kennen uns noch aus der Zeit, als ich noch erfolgreich war."

Joschka Fischer will keine Äste mehr absägen

Als Star-Gast hielt Joschka Fischer eine Rede über die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit, die er einmal ganz griffig nicht als Modeerscheinung, sondern als wirtschaftliche Überlebens-Notwendigkeit definiert. "Man darf nicht den Ast absägen, auf dem man sitzt", sagte er. "Nachhaltigkeit heißt, die Vernuft einzuschalten und die Kreativität." Wenn der Energiewandel gelingt, habe Deutschland einen unschätzbaren weltweiten Wachstumsvorteil. "Sie werden das schon richtig machen", munterte er die Spitzen-Manager auf.

Doch auch Fischer kam um den Genius Loci - und um die charmante Aura von Harald Schmidt - nicht herum. Er erinnerte an seine legendäre Auseinandersetzung mit dem damaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld auf der Münchner Sicherheitskonferenz im selben Festsaal des Bayerischen Hofs. "Dirty Harry" sei ihm da schon viel lieber. 

Ihre Kommentare
Kopf
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21.02.2012
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Harald Schmidt, Joschka Fischer und weitere Highlights sind jetzt hier als Video abrufbar: http://www.bestbrands.de/videos/?y=2012&size=big


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