Angeblich sollen knapp 800 Mio Euro fließen: Kirch-Erben und Deutsche Bank vergleichen sich

 

Zehn Jahre nachdem die Kirch-Gruppe wegen Überschuldung zusammenbrach, einigten sich die Erben des verstorbenen Unternehmensgründers Leo Kirch und die Deutsche Bank auf einen Vergleich. Das wollen "manager magazin" und "Bild.de" aus Verhandlungskreisen erfahren haben. Kirch sah in Äußerungen des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf E. Breuer eine Ursache für den Zusammensturz seines Imperiums.

Zehn Jahre nachdem die Kirch-Gruppe wegen Überschuldung zusammenbrach, einigten sich die Erben des verstorbenen Unternehmensgründers Leo Kirch und die Deutsche Bank auf einen Vergleich. Das wollen "manager magazin" und "Bild.de" aus Verhandlungskreisen erfahren haben. Kirch sah in Äußerungen des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf E. Breuer eine Ursache für den Zusammensturz seines Imperiums.

Wie das "manager magazin" berichtet, sollen die Kirch-Erben knapp 800 Mio Euro erhalten. Der Vorstand der Deutschen Bank müsse dem Vergleich noch zustimmen. Gegenüber kress sagte die Bank, dass sie Marktgerüchte grundsätzlich nicht kommentiere. Die Summe weckt Erinnerungen: Im April schlug das Oberlandesgericht München der Deutschen Bank vor, 775 Mio Euro an Kirch und seine früheren Unternehmen zu zahlen (kress.de vom 19. April 2011).

In einem Fernsehinterview hatte Breuer 2002 gesagt, dass es allgemein bekannt sei, dass Kirch keine Kredite mehr bekomme. Für Kirch hat diese Äußerung die Kündigung seiner Kredite durch alle anderen Banken zur Folge - und damit den Zusammensturz seines Imperiums. Kirch prozessierte deswegen seit 2002 gegen die Deutsche Bank, von der er Schadensersatz in Mrd-Höhe forderte. Der Medienunternehmen starb vergangenen Juli (kress.de vom 14. Juli 2011). Seine Kirch-Gruppe war an Fernsehsendern wie Sat.1, DSF (heute Sport1), ProSieben und dem Pay-TV-Sender DF1 (heute Sky) beteiligt.

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