"Nicht refinanzierbar": Yahoo macht der "Sportschau" keine Konkurrenz

14.02.2012
 

Yahoo kommt der ARD nicht in die Quere. Der Internet-Konzern verzichte im Zuge der Ausschreibung der Medienrechte an der Fußball-Bundesliga auf ein Angebot für eine mögliche "Web-Sportschau". Ein Erwerb der Rechte für die erste frei empfangbare Zusammenfassung der Bundesliga am Samstag ab 19 Uhr sei für Yahoo derzeit nicht refinanzierbar und komme daher nicht in Betracht, wird Geschäftsführer Heiko Genzlinger vom sid zitiert.

Yahoo kommt der ARD nicht in die Quere. Der Internet-Konzern verzichte im Zuge der Ausschreibung der Medienrechte an der Fußball-Bundesliga auf ein Angebot für eine mögliche "Web-Sportschau". Ein Erwerb der Rechte für die erste frei empfangbare Zusammenfassung der Bundesliga am Samstag ab 19 Uhr sei für Yahoo derzeit nicht refinanzierbar und komme daher nicht in Betracht, wird Yahoo-Deutschland-Geschäftsführer Heiko Genzlinger vom sid zitiert.

Bislang soll die ARD 75 Mio Euro pro Saison für die Free-TV-Erstverwertung in der "Sportschau" bezahlen. DFL-Chef Christian Seifert kündigte im Zuge der Ausschreibung der Rechtevergabe bis Mitte 2017 via "Bild"-Zeitung aber bereits an, dass die Vereine sich mit dem Status quo nicht  länger zufrieden geben würden.

Im vergangenen Jahr hatte Yahoo Interesse an der Bundesliga signalisiert (kress.de vom 30. Juni 2011). Yahoo arbeite bereits an einem Sendekonzept, hieß es damals im "Handelsblatt". Genzlinger schwebe eine Mischung aus Sport, Unterhaltung und Lifestyle vor, die über die gesamte Saison hinweg für möglichst hohe Klickraten sorgen soll, schrieb das Blatt. Auch Axel Springer soll angekündigt haben, sich entsprechende Bundesliga-Rechte anzuschauen und zu prüfen.

Ganz aus dem Bundesliga-Poker will Yahoo dem sid zufolge aber dennoch nicht aussteigen. Das Unternehmen soll Interesse an einer Zusammenfassung der Spiele eine Stunde nach Schlusspfiff (Samstag, 18.15 Uhr) als Pay-Content und ab Mitternacht als Free-Content haben.

DFL will liberaler sein, was Sonderwerbeformen angeht

DFL-Chef Seifert wird auf dem Sport-Wirtschafts-Kongress SpoBis zitiert, dass die Liga erweiterte Möglichkeiten für Sonderwerbeformen schaffen wolle. Die DFL werde dieses Mal hier deutlich liberaler sein, sowohl im Live- als auch im Highlight-Bereich. Man könne nicht auf der einen Seite mehr Wettbewerb und Bieter aus dem Privatsektor wollen und auf der anderen Seite zu starke Einschränkungen machen, was die Refinanzierung der Rechte angehe, so Seifert. Bis Mitte April sollen die Rechte vergeben sein.

Ihre Kommentare
Kopf

Kai Kirstein

Mokdo

14.02.2012
!

Man kann doch auf hunderten Seiten im Internetseiten Fußball live schauen. Es wird dann doch nicht viele Leute geben die dafür bezahlen wollen.


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