Rundfunkkommission will mehr Qualität: Zuckerbrot für Privatsender?

 

Die Rundfunkkommission der Länder will Anfang März darüber beraten, Privatsendern finanzielle Anreize zu bieten, um diese zu mehr journalistischer Qualität zu animieren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") in ihrer Mittwochsausgabe schreibt, könnte ein entsprechender Paragraph in das Rundfunkgesetz aufgenommen werden.

Die Rundfunkkommission der Länder will Anfang März darüber beraten, Privatsendern finanzielle Anreize zu bieten, um diese zu mehr journalistischer Qualität zu animieren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") in ihrer Mittwochsausgabe schreibt, könnte ein entsprechender Paragraph in das Rundfunkgesetz aufgenommen werden.

Basis soll ein Kriterienkatalog sein, der Anforderungen wie den Anteil der Mitarbeiter mit journalistischer Ausbildung, Redaktionsstatute und das Verhältnis von festen zu freien Journalisten enthält. Vorbild wären die Kriterien der Schweizer Medienaufsicht Bakom. Um finanzielle Unterstützung zu bekommen, müsste laut "SZ" ein Sender in der Nachrichtenredaktion beispielsweise die Qualitätsstandards erfüllen, intensiv über Politik berichten oder Sportarten zeigen, die sonst im Privatfernsehen unterepräsentiert sind.

Wie im Bericht weiter zu lesen ist, schlägt die Kommission dem Gesetzgeber konkret vor, Sendern, die sich dazu verpflichten, "über die allgemeinen Anforderungen hinausgehende Qualitätsstandards" zu erfüllen, "besondere Privilegien (Anreize)" zu gewähren.

In der Rundfunkkommission verständigen sich die einzelnen Bundesländer unter dem Vorsitz des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (Foto) auf eine gemeinsame Medienpolitik. Ihre Ergebnisse legt sie den Landesregierungen und den Landesparlamenten zur Abstimmung vor.

Ihre Kommentare
Kopf

Ingo von Dahlern

22.02.2012
!

Ein aus meiner Sicht sehr verdächtiges Angebot. Will man neben den längst von den Politikverantwortlichen gegängelten öffentlich rechtlichen Medien, die vom nächsten Jahr durch eine dem Bürger verharmlosend als "Haushaltsabgabe" verkaufte "Staatspropagandasteuer" finanziert werden sollen, nun auch die privaten Sender "kaufen", wenn sie "intensiv über Politik" berichten, und damit das dem Bürger als "Politik" verkaufte tägliche Schaulaufen unserer Politiker um gute TV-Quoten unterstützen?


Wolf-Dieter Herrmann

Wolf-Dieter Herrmann

Frei
Moderator/Journalist

23.02.2012
!

Vielleicht sollte die Rundfunkkommission zunächst das ZDF wachklopfen. Heute, Do. 23. Febr., 10:00 - 11:00 Uhr, wurde von ARD, N24, NTV und Phoenix die Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt live übertragen. Das ZDF zeigte "Die (lustigen) Rosenheim Cops". Wann, wenn nicht heute, gab es für ALLE öffentlich-rechtlichen ANSTALTEN Übertragungspflicht ?!


Kai Kirstein

Mokdo

23.02.2012
!

Ich finde es völlig ausreichend wenn dier ARD die Trauerfeier übertragen hat. Da muss nicht noch das ZDF zusätzlich übertragen. Dazzu noch Phönix, NTV und N 24.
Die Morde waren sehr schrecklich, aber das Leben in Deutschland geht weiter.


Wolf-Dieter Herrmann

Wolf-Dieter Herrmann

Frei
Moderator/Journalist

23.02.2012
!

Na dann; alles Gute!


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