Jalag-Chef auf dem Sprung: Klage schickt Verleger Ganske seine Kündigung

 

Jan Pierre Klage (Foto), 50, kehrt dem Jahreszeiten Verlag (Jalag) den Rücken: Der Sprecher der Geschäftsführung hat vergangene Woche gekündigt. Sein Vertrag läuft offiziell noch bis Ende Februar 2013, die genauen Abschiedsmodalitäten müssen noch geklärt werden. 

Jan Pierre Klage, 50, kehrt dem Jahreszeiten Verlag (Jalag) den Rücken: Der Sprecher der Geschäftsführung hat vergangene Woche gekündigt. Sein Vertrag läuft offiziell noch bis Ende Februar 2013, die genauen Abschiedsmodalitäten müssen noch geklärt werden.

Der Verlag verwendet in einer Pressemitteilung die Formel von einer Trennung "in gegenseitigem Einverständnis". Verleger Thomas Ganske dankt Klage "für seinen Einsatz in unserem Unternehmen" und verspricht, dass über die Neubesetzung seiner Stelle "demnächst" entschieden werde. Der Jalag-Geschäftsführung gehören neben Klage Joachim Herbst, 46, und Peter Rensmann, 50, an.

Klage kam 2007 von der FAZ zum Jalag. Er war dort zunächst für die Frauenzeitschriften "Für Sie", "Petra" und "Vital" verantwortlich (kress.de vom 3. September 2007), bekam dann die Zuständigkeit für "Prinz" hinzu (kress.de vom 16. November 2007) und wurde im November 2008 Sprecher der Geschäftsführung (kress.de vom 11. November 2008).

Klage führte 2010 das Messer bei einem tiefen Einschnitt: Der Jalag trennte sich von 50 Redakteuren und lässt seine Titel seitdem nur noch von kleinen Kernteams produzieren (kress.de vom 7. Juni 2010). Klage ist auch einer der Architekten von Brand Media. In dieser Firma haben der Jalag und die Medweth-Gruppe Ende 2011 ihre Vermarktung gebündelt (kress.de vom 8. November 2011). Was Klage dazu bewegt hat, sich beim Jalag zu verabschieden - unklar. Sein Verhältnis zu Verleger Ganske soll sich allerdings zuletzt abgekühlt haben. Flugzeuge im Bauch hatten offenbar beide nicht mehr.

Ihre Kommentare
Kopf

Rainer Dettmar

27.02.2012
!

Herzlichen Glückwunsch, Herr Ganske. Aber haben Sie wirklich nicht früher geahnt, welche Foigen der Klage-Kahlschlag haben würde? Die paar gesparten Sozialabgaben hat Ihr Verlag mit einem gewaltigen Substanz- und Imageverlust bezahlt. Schlecker lässt grüßen.


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