"Nach sorgfältiger Prüfung": Deutsche Bank lehnt Vergleich mit Kirch-Erben ab

 

Der Vergleich zwischen Deutscher Bank und den Erben des Medienunternehmens Leo Kirch ist geplatzt. Die Bank teilte mit, dass der Vorstand den Vergleichsvorschlag "sorgfältig geprüft" und dann abgelehnt habe. Die Entscheidung sei einvernehmlich getroffen worden.

Der Vergleich zwischen Deutscher Bank und den Erben des Medienunternehmens Leo Kirch ist geplatzt. Die Bank teilte mit, dass der Vorstand den Vergleichsvorschlag "sorgfältig geprüft" und dann abgelehnt habe. Die Entscheidung sei einvernehmlich getroffen worden. Der Vergleich hätte - für eine Zahlung von knapp 800 Mio Euro an die Erben - die seit dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe dauernden Rechtsstreitigkeiten beendet.

Vor rund zehn Jahre brach Kirchs Unternehmen wegen Überschuldung zusammen. Kirch sah in Äußerungen des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf E. Breuer eine Ursache dafür. In einem Fernsehinterview hatte Breuer 2002 gesagt, dass es allgemein bekannt sei, dass Kirch keine Kredite mehr bekomme. Für Kirch hat diese Äußerung die Kündigung seiner Kredite durch alle anderen Banken zur Folge - und damit den Zusammensturz seines Imperiums. Kirch prozessierte deswegen seit 2002 gegen die Deutsche Bank, von der er Schadensersatz in Mrd-Höhe forderte.

Der Medienunternehmen Kirch starb vergangenen Juli (kress.de vom 14. Juli 2011). Seine Kirch-Gruppe war an Fernsehsendern wie Sat.1, DSF (heute Sport1), ProSieben und dem Pay-TV-Sender DF1 (heute Sky) beteiligt.

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