Neues Hoch für Sat.1-Serien: "Topmodel"-Quote sinkt trotz Thailand-Exotik

 

Schöne Strände, schöne Menschen - allen Schauwerten zum Trotz hat "Germany's next Topmodel" seine Premierenquote nicht halten können. Gegenüber der vorigen Woche gingen Heidi Klum und ihren Mädels 110.000 jüngere und 250.000 Gesamtzuschauer verloren. Der Marktanteil (14-49) sank von 17,5% auf 16,3%. Das reichte noch immer für die Prime-Time-Marktführerschaft, aber der Rückstand von Sat.1 und RTL verkleinerte sich auf einen Prozentpunkt.

Schöne Strände, schöne Menschen - allen Schauwerten zum Trotz hat "Germany's next Topmodel" seine Premierenquote nicht halten können. Gegenüber der vorigen Woche gingen Heidi Klum und ihren Mädels 110.000 jüngere und 250.000 Gesamtzuschauer verloren. Der Marktanteil (14-49) sank von 17,5% auf 16,3%. Das reichte noch immer für die Prime-Time-Marktführerschaft, aber der Rückstand von Sat.1 und RTL verkleinerte sich auf einen Prozentpunkt.

Ein überraschendes Hoch erlebte Sat.1 mit seinen US-Crime-Serien. In der dritten Woche der jeweils neuen Folgen kletterte "Criminal Minds" um 20.15 Uhr auf 13,8%, um 21.15 Uhr sogar auf 15,2%. Und später legte auch "Navy CIS: L.A." um mehr als zwei Prozentpunkte auf 13,2% zu. Erst Harald Schmidt bremste die Euphorie und minimierte den Marktanteil auf 8,3%.

RTL hatte hektisch die letzten Folgen seiner Flop-Serien "Die Draufgänger" und "Countdown" in die Nacht abgeschoben. Dort holten sie mit 16,1% und 15,4% deutlich bessere Marktanteile als zuletzt in der Prime-Time. Stattdessen musste um 20.15 Uhr eine 90-Minüter-Wiederholung des Action-Klassikers "Alarm für Cobra 11" ran. Sie brachte es immerhin auf 15,3% - für normale RTL-Verhältnisse indiskutabel, aber im Vergleich zu den vorigen Donnerstagen ein Fortschritt.

kabel eins bereitete sich mit dem Wunschfilm zum 20-Jährigen selbst ein Geburtstagsgeschenk: Die Zuschauer hatten "Forrest Gump" gewählt - und schalteten auch ein, wie starke 8,0% beweisen. Die spätere Wunschfilm-Runde lief allerdings nicht so gut: "Ladykillers" kam nur auf 5,3%. Derweil räumte Vox mit seinen Spielfilmen richtig ab - 10,2% für "Ice Age 2" und 12,3% für "Sieben".

Unterm Strich kam RTL am Donnerstag auf 17,8% Tagesmarktanteil (14-49), ProSieben auf 12,9%, Sat.1 auf 11,2%, Vox auf 9,2%, kabel eins auf 6,6%.

Ihre Kommentare
Kopf
Melanie Melzer

Melanie Melzer

Weltreisende/Reisebloggerin

02.03.2012
!

Ab heute gibt's eine Neuerung im kress-Quotencheck: Auf vielfachen Wunsch unserer Leser veröffentlichen wir eine zusätzliche Tabelle für das Gesamtpublikum. Viel Spaß damit!


DolceDaggi

02.03.2012
!

Danke Frau Melzer - Danke Kress...

Vielleicht merken die anderen Mediendienste das ja auch noch......

Steter Tropfen höhlt den Stein


Thomas Bauer

02.03.2012
!

Wunder gibt es immer wieder…
Da schließe ich mich DolceDaggis Dank doch gerne an!


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

02.03.2012
!

Da bei Kress so schön plakativ die Senderlogos vorne stehen, erkennt man hier jetzt wunderbar auf einen Blick denn Irrwitz der (noch?) zuerst gezeigten Tabelle: Kein öffentlich-rechtlicher Sender in der Tabelle, keine einige der Produktionen mit mehr als vier Millionen Zuschauern sichtbar.
In der Gesamttabelle zeigen sich die Realitäten: Kein Privatsender unter den Top 8 an diesem Tag. Natürlich wird das in Zukunft vermutlich meist bunter aussehen, auf jeden Fall ehrlicher. Nachmachen Kollegen!


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

02.03.2012
!

Bravo! Jetzt sollte in der zweiten Tabelle zur zusätzlichen Unterscheidung und Konsistenz nur noch die Spalten-Reihenfolge angepasst werden: 14-49-Werte jeweils nach den Gesamtwerten, dann klappt's auch mit der direkten optischen Zuordnung der Platzierungen.

BTW: Wie bei den "ma Radio"-Tabellen der AG.MA könnte man theoretisch auch die Sortierung per Pop-up im jeweiligen Spaltenkopf individuell klickbar machen - z. B. Reihenfolge nach Marktanteil. Nur mal so als Zukunftsmusik ...


Marc Bartl

Marc Bartl

Johann Oberauer GmbH
Chefredakteur kress.de

02.03.2012
!

Lieber Herr Messer, danke für die Hinweise. Wir arbeiten daran. Versprochen. Beste Grüße!


DeeJay

02.03.2012
!

Wie klasse ist DAS denn:) Letzte Woche hatte ich noch darüber nachgedacht, wann dieser Irrwitz mit der Berücksichtigung nur der Hälfte der Zuschauer mal ein Ende hat - das Ende scheint eingeläutet :) THX


fragnicht

02.03.2012
!

Auch von mir ein Dankeschön. Somit stellt sich heraus, dass die Privaten mit langjährig "geschönten" Zahlen ihre vermeintliche Marktführerschaft behaupten. Wenn wir jetzt noch in der Berichterstattung auch mal "Hafenkante" und "Bergdoktor" finden, ist es wieder repräsentativ. Mich als Medienberater interessieren die Gesamtzahlen in einem Reichweitenmedium deutlich mehr als die beschnittene "relevante" Zielgruppe.


fragnicht

02.03.2012
!

Noch eins, der Bergdoktor hat doppelt soviele Zuseher wie Heidi Klum.
Merkt ihr was? ;-)


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

02.03.2012
!

Ich habe mir mal erlaubt, den "kress"-Sinneswandel ausführlich zu würdigen:
http://fastvoice.net/2012/03/02/tv-quoten-quatsch-kress-reagiert-auf-proteste/


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

03.03.2012
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Wo ist er denn jetzt hin, die Tabelle auf dem Weg zur Realität?


Jürgen Kneber

04.03.2012
!

Na, da freuen sich jetzt aber die Öffentlich-Rechtlichen. Senden 20 Jahre am Altersschnitt der Bevölkerung vorbei und werden damit noch per Hitliste "belohnt". Denn da die Älteren doppelt so viel fernsehen wie Jüngere und da es mehr Ältere als Jüngere gibt, verzerrt diese Hitliste halt hin zu älteren Zielgruppen. Tolle Erkenntnis!


Kai Kirstein

Mokdo

05.03.2012
!

@ Wofgang Messer, ich habe mir erlaubt einen Kommentar zur Zielgruppe 14-49 zu schreiben.

Werbung ist nicht dazu Verbrauchern Zb beizubringen Waschmittel zu kaufen,dass machen sie in der Regel sowieso. Nein man möchte Leute die Waschmittel A nutzen dazu bringen Waschmittel B zu kaufen.
Und bei den älteren Menschen ist es nun einmal so, das sie markentreu sind. Die wechseln mit Zb. mit 60 ihre Waschmittelmarke in der Regel nicht mehr. Daher kommt bei ihnen die Werbung auch nicht an.


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

05.03.2012
!

@Kai Kirstein: Dieses Vorurteil (und mehr war's ja nie) wurde von der Forschung schon lange als Irrglaube entlarvt. Senioren sind nur treuer zu Markenprodukten allgemein, aber nicht zu bestimmten Marken. Sie sind im Gegenteil sogar kritischere Konsumenten als junge Leute. Die Wechselwilligkeit nimmt erst ab ca. 75 Jahren signifikant ab.


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

05.03.2012
!

@Jürgen Kneber: Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt bei ca. 45 Jahren. Die rund 5600 GfK-Haushalte sind repräsentativ ausgewählt; der längere Fernsehkonsum von Senioren verzerrt hier bei der Quotenermittlung gar nichts, sondern bildet in den Gesamtzuschauer-Charts ab 3 Jahren nur die Realität ab.

Die eigentliche Verzerrung ist also eine willkürliche Hitliste von 14-49 mit einem Schnitt von 31,5 Jahren. Wer hat da jetzt bitte "20 Jahre am Altersschnitt der Bevölkerung vorbei gesendet?"


Jürgen Kneber

05.03.2012
!

ARD/ZDF sind ca 60 Jahre alt, die Bevölkerung 42 (oder von mir aus auch 45), deutlich jünger jedenfalls. Die Sender RTL/SAT.1 sind übrigens genau in diesem Bereich. Keine Spur also von Jugendwahn o.ä., sondern die beiden Privatsender sind im Gegensatz zu ARD/ZDF genau in der Mitte der Gesellschaft.
Und eine Hitliste Z ab 3 ist nichts anderes als eine verkappte Z ab 50 Hitliste, bevorzugt damit ARD/ZDF. Das mag der ein oder andere interessant finden, relevant für den Werbemarkt ist das nicht.


Wolfgang Messer

Wolfgang Messer

- Freiberuflich tätig -
TV-Sprecher, Blogger und Redakteur

06.03.2012
!

Relevant für eine Buchungsagentur sind die detaillierten Aufschlüsselungen, welche Alters- und Bevölkerungsgruppen welche Sender und Sendungen gucken. So können Spots gezielt platziert werden. Und dabei sind die über 50jährigen genau so relevant wie die Jüngeren. Googlen Sie mal nach den Begriffen "Senioren" und "Markentreue"; Sie werden überrascht sein von den dort auftauchenden Forschungsergebnissen.


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