"Dead Man Talking": ARD kann angeblich im April "Gottschalk live" beenden

04.03.2012
 

Kommt der neue Redaktionsleiter Markus Peichl zu spät? Der "Spiegel" berichtet, dass die ARD im April bei "Gottschalk live" die Notbremse ziehen könnte. Nach Informationen des Magazins hat der Senderverbund ein Ausstiegsrecht, sollten Gottschalks Sendungen bis dahin nicht durchschnittlich 10% Marktanteil erreicht haben. Intern sollen sich die ARD-Bosse bereits in galligem Humor üben.

Kommt der neue Redaktionsleiter Markus Peichl zu spät? Der "Spiegel" berichtet, dass die ARD im April bei "Gottschalk live" die Notbremse ziehen könnte. Nach Informationen des Magazins hat der Senderverbund ein Ausstiegsrecht, sollten Gottschalks Sendungen bis dahin nicht durchschnittlich 10% Marktanteil erreicht haben.

Derzeit liegt der durchschnittliche Marktanteil beim Gesamtpublikum bei 5,8%. Am vergangenen Donnerstag fuhr "Gottschalk live" mit 1,09 Mio Zuschauern einen Marktanteil von 4,1% ein - der zweitschlechteste Wert überhaupt. Mit 160.000 14- bis 49-jährigen Guckern (1,8% Marktanteil) wurde in der Zielgruppe sogar ein neuer Tiefpunkt erreicht.

Intern übten sich deswegen die ARD-Bosse in "galligem Humor", schreibt der "Spiegel". Gottschalk entwickle sich zum "Dead Man Talking", soll ein ARD-Hierarch gelästert haben.  Auf der jüngsten Intendantentagung sei das Thema zwar nicht explizit erörtert worden, am Rande hätten aber mehrere Senderchefs geäußert, dass die Show nicht mehr zu retten sei, so das Magazin.

Hintergrund: Vergangenen Woche hatte Markus Peichl, der neue Redaktionsleiter von "Gottschalk live", noch ein frisches Konzept für die ARD-Sendung angekündigt, das bis zur Sommerpause sitzen soll (kress.de vom 25. Februar 2012). Ab Herbst werde sich das auch auf die Quote auswirken, versprach Peichl. Ob die ARD so lange Geduld hat?

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