Streit mit Bauer über zentrales Verhandlungsmandat: Grosso-Verband geht in die Berufung

 

Der Bundesverband Presse-Grosso gibt sich im Streit mit der Bauer Media Group um sein zentrales Verhandlungsmandat nicht geschlagen: Er will gegen ein Urteil des Landgerichts Köln, das zugunsten des Verlags ausgefallen war, Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

Der Bundesverband Presse-Grosso gibt sich im Streit mit der Bauer Media Group um sein zentrales Verhandlungsmandat nicht geschlagen: Er will gegen ein Urteil des Landgerichts Köln, das zugunsten des Verlags ausgefallen war, Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

"Mit der Berufung wehren wir uns gegen das erstinstanzliche Urteil, das somit nicht rechtskräftig ist", schreibt Frank Nolte, der Vorsitzende des Grosso-Verbands, in einer Mitteilung. "Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Chancengleichheit im Pressevertrieb für alle Verlage und damit den Wettbewerb im Regal auch in Zukunft zu sichern."

Das Landgericht Köln hatte am 14. Februar einer Klage von Bauer gegen den Grosso-Verband stattgegeben (kress.de vom 14. Februar 2012). Die Richter untersagten dem Verband, zentral mit Verlagen oder Nationalvertrieben über Konditionen, insbesondere Handelsspannen und Laufzeiten, zu verhandeln oder sie zu vereinbaren. Er darf einzelne Grosso-Unternehmen auch nicht dazu aufzufordern, individuelle Verhandlungen mit Bauer zu verweigern.

Die Grossisten verlassen sich allerdings nicht allein auf den Rechtsweg: Gemeinsam mit den Verlegerverbänden BDZV und VDZ arbeitet der Verband auch auf eine gesetzliche Absicherung des bisherigen Status-quo hin.

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