Hochschulreif: "Spiesser" geht zur Uni

 

Die Schülerzeitschrift "Spiesser" zielt mit einer neuen Ausgabe auf Studenten. Das knapp 50 Seiten starke Heft, von dem der Verlag 100.000 Exemplare drucken lässt, liegt sechsmal jährlich kostenlos an Hochschulen aus.

Die Schülerzeitschrift "Spiesser" zielt mit einer neuen Ausgabe auf Studenten. Das knapp 50 Seiten starke Heft, von dem der Verlag 100.000 Exemplare drucken lässt, liegt sechsmal jährlich kostenlos an Hochschulen aus.

Mit dem neuen Heft möchte der Dresdner Spiesser Verlag Studenten "zielgenauer" Ansprechen. Eine ganzseitige Anzeige kostet 9.900 Euro, als Kombi mit dem Schüler-"Spiesser" 29.900 Euro. In seiner ersten Ausgabe beschäftigt der "Spiesser - für Studenten" mit Freundschaft, dem zehnjährigen Jubiläum des Euro und dem vermeintlichen Traumberuf Profisportler. 

Der Original-"Spiesser" richtet sich an Schüler - und das schon seit 1994. Das kostenlose Heft hat eine Druckauflage von 500.000 Exemplaren. Im vergangenen Jahr lag diese noch bei 800.000 Heften. Mit einer verbreiteten Auflage von über 700.000 (kostenlosen) Heften wird der Verlag wohl künftig nicht mehr werben können, bei nur 500.000 gedruckten Heften. Das tat er in der Vergangenheit - und wurde von Bauer, dem Verlag des kostenpflichten Jugendzeitschrift "Bravo", vor Gericht gezerrt. Das Landgericht Hamburg schmetterte eine Unterlassungsklage von Bauer ab (kress.de vom 22. Juni 2011). Eine Entscheidung des Landgerichts München steht noch aus (kress.de vom 4. November 2011).

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