Gewinner des Grimme-Preises 2012: NDR-"Tatortreiniger" und Philipp Walulis jubeln

13.03.2012
 

Das Grimme-Institut hat die Gewinner des Grimme Preises 2012 bekanntgegeben. In der Kategorie Unterhaltung hat die Jury die NDR-Serie "Der Tatortreiniger" und die Tele-5-Reihe "Walulis sieht fern" ausgezeichnet. In der Kategorie Fiktion geht einer der Preise an den Film "Homevideo" (arte/NDR/BR). Auch "Liebesjahre" (ZDF), "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" (ZDF/ORF), "Ein guter Sommer" (ARD/HR) kriegen eine Trophäe.

Das Grimme-Institut hat die Gewinner des Grimme Preises 2012 bekanntgegeben. In der Kategorie Unterhaltung hat die Jury die NDR-Serie "Der Tatortreiniger" und die Tele-5-Reihe "Walulis sieht fern" ausgezeichnet. "Der Tatortreiniger" zeigt den skurrilen Alltag von Heiko "Schotty" Schotte, der die äußeren Folgen eines Mords beseitigen muss. Preisträger sind hier Hauptdarsteller Bjarne Mädel, Regisseur Arne Feldhusen, Drehbuchautorin Mizzi Meyer sowie Benjamin Ikes für den Schnitt. In "Walulis sieht fern" spieße Preisträger Philipp Walulis in witzig-entlarvender Weise die Muster populärer Fernsehformate auf und entwickele dabei ganz eigene Unterhaltungslinien, heißt es bei Grimme.

In der Kategorie Fiktion geht einer der Preise an den Film "Homevideo" (arte/NDR/BR), der sich mit den Folgen von Cyber-Mobbing in der Schule auseinandersetzt. Neben Regisseur Kilian Riedhof erhalten Drehbuchautor Jan Braren, Kameramann Benedict Neuenfels sowie die Jung-Schauspieler Jonas Nay und Sophie Boehme namentlich die Auszeichnung. Auch "Liebesjahre" (ZDF), "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" (ZDF/ORF), "Ein guter Sommer" (ARD/HR) kriegen eine Trophäe. 
 
Für das drei Filme verklammernde ARD-Projekt "Dreileben" (ARD/BR/ Degeto/WDR) vergibt die Jury einen Grimme-Preis "Spezial" an die Regisseure Dominik Graf, Christian Petzold und Christoph Hochhäusler. In "Etwas Besseres als den Tod", "Komm mir nicht nach" und "Eine Minute Dunkel" erzählt jeder Film einen anderen Aspekt von der Jagd nach einem flüchtigen Sexualstraftäter. Für Dominik Graf ist dies bereits der zehnte Grimme-Preis.

Insgesamt fünf Produktionen werden in der Kategorie Information & Kultur mit einer Grimme-Trophäe ausgezeichnet. Für die Dokumentation "Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch in der Odenwaldschule" (ARD/SWR/HR), bekommen Luzia Schmid und Regina Schilling für Buch und Regie einen Preis. Weitere Gewinner: "Alarm am Hauptbahnhof – Auf den Straßen von Stuttgart 21" (ARD/ SWR/Wiltrud  Baier und Sigrun Köhler für Buch und Regie ), "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" (rbb/NDR/Rosa von Praunheim). Für die Dokumentation "The Other Chelsea" (ZDF) wird Autor und Regisseur Jakob Preuss mit dem Grimme-Preis geehrt. Die Macherinnen der Dokumentation "Mein Leben – Die Fotografin Sybille Bergemann" (ARTE/ZDF), Regisseurin Sabine Michel und Autorin Maria Wischnewski, bekommen ebenfalls einen Preis in der Kategorie Information & Kultur.

Weitere Infos zu den diesjährigen Preisträgern unter www.grimme-preis.de.

Die Preisverleihung findet am 23. März 2012 im Theater der Stadt Marl statt. Moderiert wird sie von Michael Steinbrecher. Die Preisgala wird zeitversetzt am selben Abend um 22.25 Uhr auf 3sat ausgestrahlt. Auf "3sat.de" http://www.3sat.delässt sich die Preisverleihung ab 19 Uhr live im Internet verfolgen.
 
Mit dem Grimme-Preis werden Fernseh-Produktionen ausgezeichnet, die laut Statut in Form und Inhalt modellhaft für die Fernsehpraxis sind.

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