dapd engagiert Ex-Sprecher von Joachim Gauck: Johann Legner wird Washington-Korrespondent

 

Der Nächste, bitte: Die dapd hat wieder einen nicht ganz unbekannten Journalisten unter Vertrag genommen. Der langjährige Chefkorrespondent und ehemalige stellvertretende Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau", Johann Legner, 57, wird ab Mai von Washington DC aus für die Nachrichtenagentur exklusiv aus Nordamerika berichten.

Der Nächste, bitte: Die dapd hat wieder einen nicht ganz unbekannten Journalisten unter Vertrag genommen. Der langjährige Chefkorrespondent und ehemalige stellvertretende Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau", Johann Legner, 57, wird ab Mai von Washington DC aus für die Nachrichtenagentur exklusiv aus Nordamerika berichten.

Legner war zweimal die Stimme von Bundespräsident Joachim Gauck. Als der Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen war, diente Legner ihm von 1996 bis 2000 als Pressesprecher. Während Gaucks erster Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2010 war Legner ebenfalls sein Sprecher.

dapd-Geschäftsführer und -Chefredakteur Cord Dreyer preist Legners "höchste journalistische Kompetenz für diese Aufgabe" und seine "umfangreichen Erfahrungen in der Berichterstattung aus den USA". Der neue dapd-Mann in Washington hat schon für den US-Fernsender CNN gearbeitet und als Sonderkorrespondent für verschiedene Zeitungen über die Präsidentschaftswahlkämpfe 2004 und 2008 berichtet.

Die dapd ist 2010 aus der Fusion von ddp mit dem deutschen AP-Ableger hervorgegangen und versorgt ihre Kunden in Lizenz auch mit AP-Inhalten aus aller Welt. Geschäftsführer Dreyer verspricht, dass eigene dapd-Korrespondenten dieses AP-Angebot "gezielt ergänzen" werden. Die Verpflichtung Legners dürfte also auch ein kleines Signal sein: Konkurrent dpa hatte der dapd nach dem Verlust eines Mio-Auftrags des Auswärtigen Amtes vorgeworfen, ihre internationale Berichterstattung bestehe "großteils" aus ins Deutsche übersetzen Texten der US-Agentur AP.

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