Ermittlungen im Pressehaus Stuttgart: Staatsanwaltschaft Stuttgart stellt Verfahren ein

 

Selbst dem "Spiegel" war die Geschichte einen Artikel wert: Ermittlungen beim Pressehaus Stuttgart ("Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten") brächten den Mutterkonzern SWMH "unter Druck" und dessen Geschäftsführer Richard Rebmann (Foto) "in Erklärungsnot", schrieb das Magazin im November 2009. Vier ehemalige und aktuelle Mitarbeiter des Pressehauses, darunter ein Ex-Geschäftsführer, wurden verdächtigt, Steuern und Sozialabgaben vorenthalten, zu haben.

Selbst dem "Spiegel" war die Geschichte einen Artikel wert: Ermittlungen beim Pressehaus Stuttgart ("Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten") brächten den Mutterkonzern SWMH "unter Druck" und dessen Geschäftsführer Richard Rebmann "in Erklärungsnot", schrieb das Magazin im November 2009. Ein Ex-Mitarbeiter der Druckerei hatte sich damals nach seiner Entlassung selbst angezeigt (kress.de vom 3. November 2009). Wegen des Verdachts, sie hätten Steuern und Sozialabgaben vorenthalten, ermittelte die Staatsanwaltschaft Stuttgart schließlich gegen vier ehemalige und aktuelle Führungskräfte des Pressehauses, darunter auch den Ex-Geschäftsführer. Im Januar 2010 wurden sogar Geschäfts- und Privaträume durchsucht, um die Angelegenheit aufzuklären (kress.de vom 6. Februar 2010).

Sie ist für die vier Verdächtigen und die SWMH nun glimpflich ausgegangen: Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben einer Sprecherin Anfang März das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt, und zwar ohne Geldstrafe. Die Sprecherin betonte allerdings auch, dass es sich nicht um einen Freispruch handele: Vielmehr bestehe kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung, weil der entstandene Schaden sehr gering sei. Dem Fiskus seien lediglich 4.000 Euro entgangen, und die Rentenversicherung habe von sich aus auf die Berechnung eines Schadens verzichtet.

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