Project A Ventures: Mehr als ein "nettes Rocket"

 

Mit dem Wissen aus Rocket-Internet-Zeiten und 50 Mio Euro vom Handelsriesen Otto haben Christian Weiß (Foto) und Kollegen Project A Ventures gestartet. Doch von seinem ehemaligen Arbeitgeber, dessen Projekte als uninspirierte Kopie einer anderswo erfolgreichen Geschäftsidee verschrien sind, soll Project A sich abheben. Wie, das verrät Weiß im Gespräch mit kress, erschienen am vergangenen Freitag im kressreport 7/2012.

Mit dem Wissen aus Rocket-Internet-Zeiten und 50 Mio Euro vom Handelsriesen Otto haben Christian Weiß (Foto) und Kollegen Project A Ventures gestartet. Doch von seinem ehemaligen Arbeitgeber, dessen Projekte als uninspirierte Kopie einer anderswo erfolgreichen Geschäftsidee verschrien sind, soll Project A sich abheben. Wie, das verrät Weiß im Gespräch mit kress, erschienen am vergangenen Freitag im kressreport 7/2012.

"Wir wollen nicht nur 'das nette Rocket' sein, sondern in verschiedenen Dimensionen anders", so Weiß. Trotzdem nimmt er Rocket Internet in Schutz: Es werde vernachlässigt, dass Firmen wie Rocket Internet die deutsche Internetwirtschaft in den letzten Jahren enorm voran gebracht hätten, auch durch den Aufbau von Talenten. Diesen fruchtbaren Boden will Weiß kreativen Gründern anbieten. Sein Ziel: Der Start-up-Szene in Berlin, zu der auch junge Unternehmen wie SoundcloudEtsy und Amen gehören, beim Erwachsenwerden helfen. 

Mit "Kochzauber" will Weiß das schaffen, was bislang keinem gelang

Erste Projekte die Weiß und seine Kollegen Uwe Horstmann und Thies Sander mit Project A anpackten, sind ein Weinhandel namens "Wine in Black" und "Amerano", ein Maßschneider, der Hausbesuche macht. Zuletzt ging der Lebensmittellieferdienst "Kochzauber" ans Netz. Weiß hat damit jedoch mehr vor, als Lieferdienste aus Schweden zu kopieren, die Zutaten samt passender Rezepte nach Hause bringen. Mit "großer Wahrscheinlichkeit" solle "Kochzauber" zum vollwertigen Lebensmittellieferanten ausgebaut werden. "Wir wollen damit das schaffen, was bislang keinem in unseren Märkten gelang: die Zustellung von frischen Lebensmitteln", so Weiß. Vor allem logistisch sei dies eine große Herausforderung.

"Wir glauben nicht, dass die ganze Welt darauf wartet, von Deutschen im Internet erobert zu werden."

Mit "unseren Märkten" meint Weiß Deutschland, Österreich, Schweiz. Andere europäische Länder schließt er aber nicht aus. Den Schritt in aufstrebende Märkte wie die Türkei oder Russland will er jedoch nicht ohne Partner wagen. Denn: "Wir glauben nicht, dass die ganze Welt darauf wartet, von Deutschen im Internet erobert zu werden."

Rocket Internet, der ebenfalls in Berlin ansässige Inkubator, den Weiß für die Samwer-Brüder aufbaute, brachte seit der Gründung 2007 Angebote wie CityDeal (heute: Groupon), Wimdu und Zalando hervor. Ende 2011 stieg Weiß aus und gründete gemeinsam mit den Rocket-Managern Uwe Horstmann und Thies Sander Project A Ventures (kress.de vom 18. Januar 2012).

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