Gründung im April, Start vor Weihnachten: Onlinevideothek "Germany's Gold" nimmt Gestalt an

 

Die Germany’s Gold GmbH, die die gemeinsame Onlinevideothek von ARD und ZDF betreiben wird, soll Ende April gegründet werden. Die WDR Mediagroup bestätigte einen "Handelsblatt"-Bericht (Donnerstagsausgabe) gegenüber kress. Thomas Weymar, Geschäftsführer der Rechteverwertungsfirma Telepool, sagte der Wirtschaftszeitung: "Wir wollen noch in diesem Jahr starten, um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen."

Die Germany’s Gold GmbH, die die gemeinsame Onlinevideothek von ARD und ZDF betreiben wird, soll Ende April gegründet werden. Die WDR Mediagroup bestätigte einen "Handelsblatt"-Bericht (Donnerstagsausgabe) gegenüber kress. Thomas Weymar, Geschäftsführer der Rechteverwertungsfirma Telepool, sagte der Wirtschaftszeitung: "Wir wollen noch in diesem Jahr starten, um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen."

Zwar wird die GmbH unter Germany’s Gold firmieren, doch der Name des Portals steht noch nicht fest. Bei der Onlinevideothek arbeiten 17 Partner zusammen: Bavaria Fernsehproduktion GmbH, Beta Film GmbH, Brainpool TV GmbH, MME Moviement AG, neue deutsche Filmgesellschaft mbH, Odeon Film AG, Opal Filmproduktion GmbH, Schmidtz Katze Filmkollektiv GmbH, Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH, SWR Media Services GmbH, Telepool GmbH, TV 60 Filmproduktion GmbH, TV Plus GmbH, WDR Mediagroup GmbH, ZDF Enterprises GmbH, Ziegler Film GmbH & Co. KG und ZieglerFilm Köln GmbH. Die Inhalte der Partner sollen nicht exklusiv über Germany's Gold abrufbar sein, sondern weiterhin über andere Plattformen (bspw. iTunes) vertrieben werden.

Als kommerzielles Unternehmen muss Gemany’s Gold sich finanziell tragen. Subventionen durch Rundfunkgebühren sind nicht erlaubt. Zum einen soll sich das Portal über Werbung finanzieren, zum anderen über Abos und den kostenpflichtigen Abruf einzelner Filme. Dem "Handelsblatt" sagte Alexander Coridaß, Geschäftsführer von ZDF Enterprises, dass man in zwei bis drei Jahren die Gewinnzone erreichen wolle. 

Beim Bundeskartellamt nahm das Projekt bereits im November 2011 eine erste Hürde (kress.de vom 29. November 2011). Anders als RTL und ProSiebenSat.1, deren Pläne für eine gemeinsame Videothek das Kartellamt ablehnte, wären ARD und ZDF auf dem Fernsehwerbemarkt nicht marktbeherrschend und würden es durch den Zusammenschluss auch nicht werden.

Ihre Kommentare
Kopf
Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

05.04.2012
!

Na da bin ich ja mal gespannt, wie die Beteiligung für die dafür nicht abgegoltenen künstlerischen Engagements (Schauspieler ohne Buyout-Verträge oder ohne diese kommerzielle Nutzungsform im Vertrag…) geregelt wird!


Alexander MacG

Alexander MacG

Seamaster Pictures Ltd
Producer & EcoWarrior

05.04.2012
!

Man kann nur hoffen, dass viele Kreative und Mitwirkende dann nette Abrechnungen für die Zweitverwertung an besagte GmbH schicken...

und hoffentlich noch sehr viel mehr Künstler zukünftig weder Buyout, noch grundsätzliche zukünftige Nutzungsformen (wie es gerne in den Verträgen heisst) per se in einem Vertrag unterzeichnen.

Wo Geld verdient wird, müssen ganz klar auch die Künstler/Mitwirkenden beteiligt werden!


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