Gewinn steigt um 61%: Google verdient prächtig, gibt Vorzugsaktien aus

 

Der Internetkonzern Google hat im ersten Quartal 2012 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf 10,6 Mrd US-Dollar gesteigert. Der Gewinn stieg um 61%. Im Brot-und-Butter-Geschäft, der Onlinewerbung, ging es aufwärts: Die Zahl der bezahlten Klicks stieg um 39%.

Der Internetkonzern Google hat im ersten Quartal 2012 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf 10,6 Mrd US-Dollar gesteigert. Abzüglich der Gebühren, die Google an Partner-Webseiten abführen muss, ergibt sich ein Umsatz von 8,14 Mrd Dollar (Vorjahr: 6,54 Mrd Dollar). Analysten hatten mit 8,15 Mrd Dollar gerechnet.

Der Gewinn stieg um 61% von 1,8 Mrd Dollar im ersten Quartal 2011 auf nun 2,89 Mrd Dollar. Das sind 8,75 Dollar je Aktie. Ohne Sonderposten wie Wechselkurseffekte verdiente Google sogar 10,08 Dollar pro Aktie. Analysten hatten mit 9,65 Dollar gerechnet. Die Aktie stieg nach Veröffentlichung der Zahlen um rund 2%. 

Neue Aktien haben kein Stimmrecht

Überraschend kündigte Google-CEO Larry Page einen Aktiensplit an. Für jeden gehaltenen Anteilsschein gibt Google eine neue Aktie aus, allerdings ohne Stimmrecht. Damit gibt es drei Klassen von Google-Aktien: die an der Technologiebörse Nasdaq gehandelten "Class A"-Aktien mit einer Stimme je Anteilsschein, die nicht öffentlich gehandelten "Class B"-Aktien mit zehn Stimmen je Anteilsschein und die angekündigten "Class C"-Aktien mit keiner Stimme. Auch die "Class C"-Aktien sollen an der Nasdaq gehandelt werden. Sollten Page, Mitgründer Sergey Brin oder der langjährige CEO Eric Schmidt ihre "Class C"-Aktien verkaufen, reduzieren sich auch ihre Stimmrechte für die "Class B"-Aktien entsprechend.

Mit dem Aktiensplit und den nicht stimmberechtigten Aktien wolle man sichergehen, dass auch künftig langfristige Chancen nicht kurzsichtigen Forderungen geopfert werde. Als Beispiel nennen Page und Brin in einem gemeinsamen Brief das erste Android-Smartphone, das über drei Jahre entwickelt wurde und dessen Betriebssystem weitere drei Jahre brauchte, um am Markt eine Rolle zu spielen. Die zusätzlichen Aktien gebe man nicht aus, weil man eine große Übernahme plane, beugen beide Gründer möglichen Spekulationen vor.

Die zwei Seiten von Google+

Zur Kritik an den schwammigen Angaben zu den Nutzerzahlen von Google+ merkte CEO Page in der Telefonkonferenz an, dass Google+ zwei Funktionen habe. Einerseits fungiere es als "soziales Rückgrat" für das gesamte Google-Angebot, andererseits sei es eine "soziale Destination". Das "soziale Rückgrat" habe rund 170 Mio Nutzer, die "soziale Destination" wachse sehr schnell und gesund.

Steigende Werbeeinnahmen

Im Brot-und-Butter-Geschäft, der Onlinewerbung, ging es aufwärts: Die Zahl der bezahlten Klicks stieg um 39%. Der durchschnittliche Betrag, den Werbungtreibende für einen Klick auf ihre Anzeige zahlen (Cost-Per-Click oder kurz CPC), sank jedoch um 12% im Vergleich zum ersten Quartal 2011. Grund für den Rückgang sind laut Page Währungsschwankungen oder die Verlagerung von Werbung von Seiten im stationären Internet auf mobile Geräte, wo die Preise noch niedriger seien.

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