"Zuviel des Gleichen": WDR-Rundfunkrat fordert, dass ein ARD-Talk wegfällt

16.04.2012
 

Fünf minus eins? Wenn es nach dem WDR-Rundfunkrat geht, dann wird es künftig weniger Talkshows im Ersten geben. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe). Mit nur einer Stimme Enthaltung hätte das Aufsichtsgremium am Montag eine Stellungnahme gebilligt, in der von der ARD verlangt werde, in Sachen Talk auf Diät zu gehen.

Fünf minus eins? Wenn es nach dem WDR-Rundfunkrat geht, dann wird es künftig weniger Talkshows im Ersten geben. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe). Mit nur einer Stimme Enthaltung hätte das Aufsichtsgremium am Montag eine Stellungnahme gebilligt, in der von der ARD verlangt werde, in Sachen Talk auf Diät zu gehen.

'Wir möchten dringend empfehlen, diese Form der Talkleiste nicht fortzuführen', sagte Petra Kammerevert laut "SZ" in der ersten öffentlichen Sitzung des Rundfunkrates. Die Vorsitzende des Programmausschusses soll von den Ergebnissen einer Programmbeobachtung berichtet haben, die der WDR-Rundfunkrat bereits im Dezember 2010 vergangenen Jahres angeregt hatte, also vor dem Start des Talkangebots. Bereits damals sei die "Gesprächssschwemme" kritisch gesehen worden.

Immer wieder Wulff und Gauck

Die Befürchtungen zur Programmstruktur im Ersten hätten sich allesamt bestätigt, sagt Kammerevert jetzt. Bei der Sichtung der entsprechenden Programme zu Anfang des Jahres sei man auf ein Zuviel des Gleichen gestoßen. Immer wieder hießen die Themen Wulff und Gauck. Auch soll sie dem Zeitungsbericht zufolge moniert haben, dass die Anzahl der Gäste zu groß sei. Offensichtlich würden die Absprachen zwischen den einzelnen Redaktionen nicht funktionieren.

Sender sollen entscheiden, welcher Talk weichen muss

Der Frage, welche der Talkshows denn nun gestrichen werden soll, soll sich der Rundfunkrat indes entzogen haben. Man möchte auf alle Fälle eine Reduzierung. Wie die aussehen werden, sollten die Sender untereinander entscheiden. Ein wöchentlicher Wechsel von einzelnen Talkformaten soll eine mögliche Alternative sein. Bei den gewünschten Änderungen stellen die Vertragslaufzeiten der einzelnen Talkmaster angeblich keinen Hinderungsgrund dar.

Laut "SZ" haben sich auch der ARD-Programmbeirat und der NDR-Rundfunkrat mit demselben Thema befasst. In Kürze sollen die Ergebnisse zusammengeführt werden, um "die ARD-interne Diskussion zu beflügeln".

Ihre Kommentare
Kopf

GR Schmidtke

17.04.2012
!

Bei der Gelegenheit sollte man auch gleich die vielen "Koch"-Beiträge/shows überdenken. Merke: Zu viele Köche verderben den Brei


Franz Jürgen

17.04.2012
!

Man kann auch hier abstimmen welche Sendung überflüssig ist. Ich habe an der Umfrage teilgenommen und finde sie gut. Vielleicht sollte ARD sich nach dieser Umfrage orientieren. http://www.voycer.de/voting/3kFaQDMLG/wessen-talkshow-ist-uberflussig-bei-ard


Ursula Schinkel

17.04.2012
!

Wenn schon eine/r weg muß,dann bitte Anne Will.
Alle Anderen bringen etwas,bei Anne Will kommt schnell die Langeweile.
Ich sehe sie in dieser Reihenfolge
Plaßberg,Jauch,Beckmann/Maischberger
lange nichts dann
Will


Kai Kirstein

17.04.2012
!

Franz Jürgen, na klar, die ARD orientiert sich an einer Umfrage bei der 14 mal abgestimmt wurde.


Hartmut Idzko

17.04.2012
!

Ist bei den vielen überbezahlten Köpfen der ARD wirklich keiner vorher darauf gekommen? Alle Zeitungen haben davor gewarnt, doch der Herr Programmdirektor hat in seiner steten Sturheit alle Warnungen ignoriert. Ein lächerliches Schauspiel.


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