Bruttowerbemarkt mit gutem ersten Quartal: Nielsen meldet steigende Ausgaben für Deutschland

 

Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist laut Nielsen Media Research freundlich gestartet. Im ersten Quartal 2012 wuchsen die Werbeausgaben hierzulande um 3,3% auf knapp sechs Mrd Euro. Nachdem sich die Unternehmen im Januar (+0,8% gegenüber Vorjahresmonat) noch mit Werbung zurückgehalten haben, trug vor allem der Februar mit einer knapp fünfprozentigen Steigerung zum Wachstum bei. 

Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist laut Nielsen Media Research freundlich gestartet. Im ersten Quartal 2012 wuchsen die Werbeausgaben hierzulande um 3,3% auf knapp sechs Mrd Euro. Nachdem sich die Unternehmen im Januar (+0,8% gegenüber Vorjahresmonat) noch mit Werbung zurückgehalten haben, trug vor allem der Februar mit einer knapp fünfprozentigen Steigerung zum Wachstum bei. Auch im März lag der Werbemarkt mit einem Plus von 3,9% signifikant über dem Quartalsdurchschnitt.

Vor allen Dingen Etatsteigerungen im zweistelligen Millionenbereich bei den Unternehmen Unilever (Dove und Axe), Deutsche Telekom sowie bei McDonald's führten zu einer spürbaren Belebung. Die Aufwendungen der drei Markenartikler flossen zu großen Teilen auch in TV-Werbung - mit ein Grund dafür, dass das Fernsehen absolut gesehen den höchsten Zuwachs von 184 Mio Euro im ersten Quartal verzeichnen konnte. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 ist das eine Steigerung von 7,7%.

Die höchste Zuwachsrate unter den Above-the-line-Medien erzielte jedoch die Internetwerbung mit einem Plus von 14,6% bzw. 78 Mio Euro. "Vom Wachstum der Internetwerbung profitieren dank ihrer Onlinepublikationen auch Printmedienverlage, so dass deren Werbebilanz insgesamt besser aussehen dürfte als die Entwicklung im Printbereich zunächst vermuten lässt", kommentiert Ludger Wibbelt, Managing Director Watch DACH.

Die Printmedien gehörten allerdings zu den Verlierern unter den Mediengattungen und büßten insgesamt rund 82 Mio Euro an Werbegeldern ein. Dabei kamen die Fachzeitschriften noch am besten davon: Sie mussten sich im Schnitt mit einer roten Null (-0,8%) zufrieden geben. Härter traf es Publikumszeitschriften (-3,7%) sowie Zeitungen (-3,8%).

Noch schlimmer erging es der Außenwerbung, die mit einem Rückgang von insgesamt 4,2% die höchste Verlustrate aller Medien verbuchte. Knapp 22 Mio Euro (6,6%) mehr als im Vorjahreszeitraum flossen hingegen in die Radiowerbung. Auch Kinowerbung steigerte sich um 4,3%.

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