Letzte Sendung am 7. Juni: ARD stellt "Gottschalk Live" ein

18.04.2012
 

Todeszone ARD-Vorabend: "Gottschalk Live" wird mit Beginn der Sommerpause am 7. Juni beendet. Diese "Programmentscheidung" haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD an diesem Mittwoch getroffen.

Todeszone ARD-Vorabend: "Gottschalk Live" wird mit Beginn der Sommerpause am 7. Juni beendet. Diese "Programmentscheidung" haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD an diesem Mittwoch getroffen. Grund sei die geringe Publikumsresonanz.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel dankt in einer Mitteilung Thomas Gottschalk für seine große Begeisterung, seine Kreativität und seine Risikobereitschaft: "Ich finde es schade, dass 'Gottschalk Live' beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben. Es war ein Experiment, auf das sich Thomas Gottschalk mit seiner ganzen Persönlichkeit eingelassen hat. Er ist mit uns gemeinsam das Wagnis für ein neues Sendekonzept für den Vorabend eingegangen. Wir werden nun in aller Ruhe gemeinsam über eine Zusammenarbeit in anderer Form nachdenken."

Thomas Gottschalk zum Beschluss der ARD: "Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür. Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst. Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern. Trotzdem hat mir diese Erfahrung großen Spaß gemacht und ich danke der ARD, dass sie mir die Chance dazu gegeben hat."

Hintergrund: Am Wochenende hatte der "Spiegel" noch aus einem internen ARD-Papier zitiert, dem zufolge die Thomas-Gottschalk-Sendung maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Erste im ersten Quartal bei der Gesamtquote hinter RTL, ZDF und die eigenen dritten Programmen zurückgefallen ist (kress.de vom 15. April 2012). Fatal seien nicht nur die schlechten Quoten von "Gottschalk Live", sondern auch die Verschiebungen auf den anderen Vorabendplätzen, die die ARD für Gottschalk bewerkstelligen musste. Der Verlust summiere sich zwischen 18 und 20 Uhr auf 600.000 Zuschauer. Wenn sich daran nichts ändere, werde es schwer, das Jahr 2012 erfolgreich abzuschließen, soll es "warnend" in dem Papier heißen.

Laut einem früheren "Spiegel"-Bericht konnte die ARD noch in diesem Monat die Notbremse bei "Gottschalk Live" ziehen, weil der Senderverbund ein Ausstiegsrecht besaß (kress.de vom 4. März 2012).

Ihre Kommentare
Kopf

Thomas Bauer

18.04.2012
!

Na dann voraus in die Vergangeheit - was den Vorteil hat, dass die fiktionalen Programme, die nun wieder näher an die Tagesschau rücken dürften, nicht mehr unter dem offenbar für den Sendeplatz unrealistischen Quotendruck setehen wie zuvor.


Fritz Tillack

18.04.2012
!

Die ARD hat mit ihren Vorabendprogrammen schon seid langem große Probleme, diese wollte man mit "Gottschalk Live" lösen, denn man glaubte fest daran, dass da neue Konzept aufgehen würde, doch leider war es nicht so, woran es gelegen haben mag, darüber kann man nur spekulieren. ich persönlich bin der Meinung, dass es vor allen Dingen an den Gästen lag, denn man glaubte mein sei bei "Wetten, dass...? nur ohne Wetten. "Gottschalk Live" gehört ab den 8.Juni 2012 der Vergangenheit an. Schade!


Guenter Yogi Lauke

Guenter Yogi Lauke

LaukeMedia&music4U

18.04.2012
!

JUCHHUUUU...Marc...tolle MELDUNG!
Na ENDLICH!


Thomas Bauer

19.04.2012
!

Nach der letzten Ausgabe von "Gottschalk Live" gilt im ARD-Vorabend wieder der "Status quo ante".
;-)


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

19.04.2012
!

s.o.


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