"Henri" 2012 für publizistisches Lebenswerk: Fotograf Franz Christian Gundlach ausgezeichnet

 

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und der "stern" zeichnen den Fotografen, Kurator und Stifter Franz Christian Gundlach mit dem Henri Nannen Preis 2012 für ein publizistisches Lebenswerk aus. "Das Werk F.C. Gundlachs nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch die Zeit, nicht nur durch die Modewelt", sagt "stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn.

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und der "stern" zeichnen den Fotografen, Kurator und Stifter Franz Christian Gundlach mit dem Henri Nannen Preis 2012 für ein publizistisches Lebenswerk aus. "Das Werk F.C. Gundlachs nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch die Zeit, nicht nur durch die Modewelt", sagt "stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn. "Mit seinem fotografischen Blick auf die Welt, aber auch durch seinen Innovationsgeist belebte er nicht nur die publizistische Welt Deutschlands, sondern schrieb ein Stück Sozialgeschichte."

Gundlach arbeitete nach seiner Ausbildung zum Fotografen zunächst als freier Fotograf und als Assistent der Modefotografin Ingeborg Hoppe. Bald fotografierte er Mode überall auf der Welt und publizierte seine Fotostrecken u.a. in "Film und Frau", "Brigitte", "stern", "Constanze" und "Quick".

1970 gründete er in Hamburg mit PPS (Professional Photo Service) das erste Profilabor und Mietstudio für große Fotoproduktionen in Deutschland. In der PPS-Galerie veranstaltete er bis 1993 mehr als 100 Foto-Ausstellungen  von Fotografen wie Richard Avedon, Horst P. Horst oder Irving Penn. Gundlachs eigene Werke waren in Ausstellungen von Beirut über Rotterdam bis nach New York zu sehen.

2000 gründete Gundlach die Stiftung F.C. Gundlach "zur Förderung der Fotografie als künstlerisch und gesellschaftlich bedeutendes Kulturgut". Als Gründungsdirektor des Hauses der Fotografie in den Deichtorhallen in Hamburg war er von 2003 bis 2005 dessen künstlerischer Leiter.

Gundlach ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenprofessor der Hochschule für Bildende Künste sowie der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Er erhielt die goldene Ehrennadel und den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Der "Henri" wird in diesem Jahr zum achten Mal verliehen. Es bewarben sich Journalisten mit  872 Arbeiten aus 154 Print- und Onlinepublikationen (in den Kategorien Reportage, Investigation, Dokumentation, Essay, Fotoreportage und Sonderpreis). Der Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert.

Judith Rakers moderiert die Preisverleihung, die am Freitag, 11. Mai, im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg stattfindet (kress.de vom 2. November 2011). Sie wird erstmalig komplett per live-stream ab 19:30 Uhr auf "stern.de" übertragen.

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