"Keine Kleinigkeit": BR-Intendant Wilhelm hofft auf Einigung im App-Streit

 

BR-Intendant Ulrich Wilhelm baut im Streit um die "Tagesschau"-App auf den Einigungswillen der Verleger und öffentlich-rechtlichen Sender. Im Münchner Presseclub äußerte Wilhelm laut dpa die Hoffnung, dass die Klage der Verleger vor dem Landgericht Köln möglicherweise ruhen könne, wenn eine Einigung gelinge ("CIO"). 

BR-Intendant Ulrich Wilhelm baut im Streit um die "Tagesschau"-App auf den Einigungswillen der Verleger und öffentlich-rechtlichen Sender. Im Münchner Presseclub äußerte Wilhelm laut dpa die Hoffnung, dass die Klage der Verleger vor dem Landgericht Köln möglicherweise ruhen könne, wenn eine Einigung gelinge ("CIO"). "Zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen, ist keine Kleinigkeit", schränkte Wilhelm jedoch ein, der auch an den Verhandlungen zur "Gemeinsamen Erklärung von BDZV, ARD, ZDF" beteiligt war.

Der App-Streit kochte Anfang vergangener Woche wieder hoch, als die Verleger eine Frist wahrnahmen, um weiter gerichtlich gegen die nach ihren Angaben "textdominante Berichterstattung in der 'Tagesschau'-App ohne Sendungsbezug" vorgehen zu können. Vor Gericht weiterverhandelt wird im Juli.

Die Verlage schoben den Öffentlich-Rechtlichen die Schuld dafür zu, dass die "Gemeinsame Erklärung von BDZV, ARD, ZDF" noch nicht unterschrieben ist. Daraufhin ließ ZDF-Intendanten Thomas Bellut ausrichten, dass er seit seinem Amtsantritt Mitte März auf einen neuen Verhandlungstermin warte; Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, ließ mitteileilen, dass er nicht nachverhandeln wolle. Nienhaus’ Begründung: Der Text der "Gemeinsamen Erklärung" sei mit Belluts Amtsvorgänger Markus Schächter und den ARD-Intendanten Monika Piel, Lutz Marmor und Ulrich Wilhelm sowie den Zeitungsverlegern Wort für Wort abgestimmt worden (kress.de vom 7. Mai 2012).

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