Sony kündigt Deutschlandstart von Ultraviolet an

Sony will das Online-Film-Archiv Ultraviolet im kommenden Jahr nach Deutschland bringen. Das sagte der weltweite Digitalchef Mitch Singer dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Zuvor soll der Dienst, der in den USA und Großbritannien bereits verfügbar ist, noch in Australien, Neuseeland und Irland starten. Ein weiteres nicht-englischsprachiges Land, das ab 2013 bedient werden soll, ist Frankreich.

Betrieben wird Ultraviolet vom Digital Entertainment Content Ecosystem (DECE). Neben Sony Pictures sind die Hollywood-Studios NBCUniversal, Fox, Paramount, Warner Bros., DreamWorks Animation und Lionsgate Mitglied des Konsortiums, dem auch die Online-Videotheken Lovefilm, Netflix, zahlreiche Elektronik- und Softwareunternehmen und der Kabelkonzern Liberty Global (Unitymedia, Kabel BW) angehören. Disney und Apple fehlen. Der Mäusekonzern setzt auf ein eigenes System namens Keychest, Apple auf iTunes.

"Wir wollen nicht das Opfer eines Geräteherstellers werden", zitiert das "Handelsblatt" Mark Kaner, weltweiter Vertriebschef des Hollywood-Studios Fox. Ultraviolet gebe den Menschen die Möglichkeit, ständig und überall über alle Inhalte zu verfügen.

Nutzer haben über Ultraviolet Zugang zu Filmen und Serien, die sie als Blu-ray, DVD oder Digitalkopie gekauft haben. Diese werden zentral auf Servern gespeichert. Mit dem Kauf des Films bzw. der Serie erwirbt der Nutzer auch das Recht, die Kopie in der Cloud zu nutzen. Abrufen lassen sich die Videos mit verschiedenen Endgeräten wie Tablets, PCs, Macs, Smartphones, Spielekonsolen, Set-top-Boxen, Bluray-Playern oder Smart-TVs. Um Videos ohne bestehende Internetverbindung zu schauen, lassen sie sich auch herunterladen. Bis zu fünf Personen können sich einen Account - und damit auch die Videos - teilen.

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