Boudgousts klare Ansage: Christoph Hauser soll SWR-Fernsehdirektor werden

26.05.2012
 

Peter Boudgoust, der Intendant des Südwestrundfunks, hat dem Rundfunkrat seines Senders in dieser Woche seine Kandidaten für die vier zu besetzenden Chefposten präsentiert. Laut einem Bericht der "FAZ" ist in "Boudgousts Bestenauswahl" auch arte-Programmchef Christoph Hauser (Foto), der SWR-Fernsehdirektor werden soll.

Peter Boudgoust, der Intendant des Südwestrundfunks, hat dem Rundfunkrat seines Senders in dieser Woche seine Kandidaten für die vier zu besetzenden Chefposten präsentiert. Laut einem Bericht der "FAZ" ist in "Boudgousts Bestenauswahl" auch arte-Programmchef Christoph Hauser, der SWR-Fernsehdirektor werden soll.

Dazu hat Boudgoust Jan Büttner, bisher Leiter des Intendantenbüros, als Verwaltungsdirektor auf dem Zettel und Gerold Hug, Programmchef von SWR 3, ist als Hörfunkdirektor eingeplant. Bei einem Namen gibt es keine große Überraschung: Hermann Eichler soll Chefjustitiar bleiben.

Hausers lange SWR-Vergangenheit

Ab Mai 2013 braucht der SWR einen neuen Fernsehdirektor, weil Bernhard Nellessen nach zehn Jahren Amtszeit sich neuen beruflichen Aufgaben zuwenden will (kress.de vom 21. Mai 2012). Nellessens möglicher Nachfolger Christoph Hauser, 54, ist seit Januar 2005 Programmdirektor und Geschäftsführer des deutsch-französischen Kulturkanals arte in Straßburg. Der Germanist und promovierte Historiker war mehrere Jahre freier Journalist, ehe er Mitte der 1980er Jahre als Referent in die Intendanz zum damaligen Südwestfunk wechselte. 1989/90 wechselte er als Programmreferent in die Fernsehdirektion des Südwestfunks, bevor er 1994 die Leitung der Hauptabteilung Bildung und Familie beim Südwestfunk übernahm. Beim SWR war er von 1998 bis 2005 Hauptabteilungsleiter Kultur-Fernsehen. Hauser verlor im vergangenen Jahr das Rennen um den Intendanten-Posten beim SR nur knapp gegen Thomas Kleist (kress.de vom 15. April 2011).

Boudgousts markige Ansage

Der "FAZ" zufolge hat Boudgoust seine Quadriga dem Rundfunkrat gegenüber mit Verve benannt. Beim SWR werde "nicht hineinregiert", er werde "es nicht zulassen, dass dieser Sender und sein Führungspersonal zum Gegenstand politischer Ränkespiele werden" und es für Spitzenpositionen "ein anderes Kriterium gibt als die Bestenauswahl". Und er werde es auch "nicht zulassen, dass mit verantwortungslosen Machtspielchen unser wichtigstes Gut in Frage gestellt wird: unsere Unabhängigkeit."

Wie die Staatskanzleien Boudgousts Ansage aufnehmen, wird sich zeigen. Am 29. Juni stehen der alte und die drei neuen Direktoren im Rundfunkrat zur Wahl. Das Aufsichtsgremium umfasst 74 Köpfe.

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