Führungswechsel bei "Berliner Zeitung" und "FR": Uwe Vorkötter tritt als Chefredakteur ab

 

Die Tage von Uwe Vorkötter (Foto), 58, an der Spitze der Redaktionen von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" sind gezählt: Nach kress-Infos aus Unternehmenskreisen tritt er als Chefredakteur der beiden Zeitungen aus dem Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS) ab.

Die Tage von Uwe Vorkötter (Foto), 58, an der Spitze der Redaktionen von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" sind gezählt: Nach kress-Infos aus Unternehmenskreisen tritt er als Chefredakteur der beiden Zeitungen aus dem Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS) ab. Wie in Köln, dem MDS-Unternehmenssitz, üblich, geht man aber niemals so ganz - Vorkötter wird offenbar nach seinem Abschied aus der Chefredaktion andere Aufgaben für M. DuMont Schauberg übernehmen. Ein MDS-Sprecher wollte sich auf kress-Anfrage zu "Personalspekulationen" nicht äußern.

Vorkötter ist einer der renommiertesten deutschen Zeitungschefredakteure. Seit sechs Jahren führt er die Redaktion der "Frankfurter Rundschau". Nach dem Kauf des Berliner Verlags, inklusive "Berliner Zeitung", durch MDS übernahm er im Juni 2009 die Chefredaktion des Hauptstadtblattes (kress.de vom 14. Mai 2009), eine Position, die er zwischen 2002 und 2006 schon einmal ausgeübt hatte. Unter Vorkötters Führung wurde die redaktionelle Zusammenarbeit der beiden Zeitungen immer enger, was vor allem der wirtschaftlichen Schwäche der "FR" geschuldet war. So entstehen seit 2011 die überregionalen Seiten der "Frankfurter Rundschau" in Berlin (kress.de vom 31. März 2011).

Fehrle rückt in Berlin an die Spitze

Die Gründe für den Wechsel an der Redaktionsspitze von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" sind unklar. Möglicherweise hält man bei M. DuMont Schauberg das von Vorkötter verkörperte Prinzip der gemeinsamen redaktionellen Leitung der zwei Zeitungen prinzipiell nicht mehr für angesagt.

Jedenfalls soll es in Berlin und Frankfurt in Zukunft verschiedene Chefredakteure geben: Bei der "Berliner Zeitung" gilt Brigitte Fehrle als Top-Aspirantin auf den Job. Sie gehört  bereits jetzt dem Chefredakteursgremium der beiden Zeitungen an. Vorkötter hat darin die Oberhoheit, weiteres Mitglied ist Rouven Schellenberger. Der dürfte neben Arnd Festerling, als "FR"-Redaktionsleiter für Regionales und Lokales verantwortlich, für den Chefredakteursposten in Frankfurt in Frage kommen.

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