"Flagge zeigen": "Donaukurier.de" entfernt Verknüpfungen zu Facebook

15.06.2012
 

Der Ingolstädter "Donaukurier" sorgt sich um die Privatsphäre seiner Leser. "Wir haben ganz aktuell in unserem Online-Auftritt alle Verknüpfungen zu Facebook entfernt", sagte Chefredakteur Gerd Schneider am Freitag der Nachrichtenagentur dapd.

Der Ingolstädter "Donaukurier" sorgt sich um die Privatsphäre seiner Leser. "Wir haben ganz aktuell in unserem Online-Auftritt alle Verknüpfungen zu Facebook entfernt", sagte Chefredakteur Gerd Schneider am Freitag der Nachrichtenagentur dapd. Damit würden fortan keine Daten über das Surfverhalten der Leser mehr automatisch an das Netzwerk gesendet. Betroffen von dem Schritt sind die aktiven Facebool-Plugins (Like, Connect).

"Um Datenschutz und Privatsphäre schert sich Facebook nicht", sagte Schneider. "Ich meine, dass man darüber als Zeitung nicht nur kritisch berichten muss, sondern auch Flagge zeigen sollte." Alternativ zu Facebook habe der "Donaukurier" jetzt das Netzwerk Diaspora auf seiner Seite eingebunden. Es sei dezentral organisiert und gewährleiste den Datenschutz, erklärte Schneider der dapd. Facebook verfolge allein das Ziel, die Daten seiner Nutzer zu Geld machen, kritisiert er.

Der "Donaukurier" hat zuvor bereits mit einer anderen Aktion für Aufsehen gesorgt: 2007 erschien eine Wochenendausgabe mit einer schwarzen Titelseite. Hintergrund war das das Thema "Google Street View" und die Vorratsdatenspeicherung.

Ihre Kommentare
Kopf

Bjoern

15.06.2012
!

Wie man es richtig macht, zeigt die ZEIT: Anstatt einfach die Social Media Dienste komplett zu deaktivieren, werden sie hinter ein Opt-In Prozess gelegt.

http://www.zeit.de/administratives/social-media


oohpss

15.06.2012
!

Wie man es ganz falsch macht, zeigen eine Unzahl anderer Websites. Da ist die Abschaltung der Überwachung/Verfolgung/Auswertung noch immer eine bessere Lösung.
Bravo Donaukurier.de!


DIeter Cohnen

15.06.2012
!

Irgendwo hatte ich in den letzten Tagen eine PM gelesen, nach der irgendjemand prognostizierte, daß Facebook im Jahr 2020 keine Relevanz mehr habe bzw. wahrscheinlich nicht mehr existieren würde.
Das war nach langer Zeit das erste Mal, dass ich FB im Zusammenhang mit einer positiven Pressemeldung mitbekommen habe...
Hoffentlich gibt es noch viele Donaukuriere!


Danke

15.06.2012
!

Endlich mal gute Nachrichten. Die Facebook Krake wird hoffentlich bald zusammenbrechen.
Aber die naiven 900 mio. Menschen die da mitgemacht haben, werden ihr Leben lang Datenopfer bleiben...


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