Ex-maxdome-Chef geht zum Rivalen: Christoph Schneider arbeitet für Amazons Lovefilm

 

Als klare Kampfansage an maxdome ist Christoph Schneiders Wechsel zum Konkurrenten Lovefilm zu werten. Bei Amazons Online-Videothek ist der ehemalige Geschäftsführer von maxdome ab sofort als Director of Digital zuständig für die Beschaffung von Inhalten

Als klare Kampfansage an maxdome ist Christoph Schneiders Wechsel zum Konkurrenten Lovefilm zu werten. Bei Amazons Online-Videothek ist der ehemalige Geschäftsführer von maxdome ab sofort als Director of Digital zuständig für die Beschaffung von Inhalten - sprich: Filme und Serie - für das deutsche Lovefilm und die Etablierung des Video-on-Demand-Services auf neuen Plattformen.

Schneider war bis Anfang des Jahres Geschäftsführer von maxdome, der kostenpflichtigen Video-on-Demand-Plattform von ProSiebenSat.1. Mittlerweile sind dort Markus Härtenstein und Christoph Bellmer am Ruder (kress.de vom 23. April 2012). Bevor Schneider 2010 in die maxdome-Geschäftsführung einzog, leitete er für Hubert Burda Media die Abantis Media GmbH. Er verantwortete dort den Aufbau der Internet-Communities "beQueen.de" und "bongusto.de". Davor hat Schneider als Geschäftsführer bei BurdaYukom Publishing gewirkt und war Verlagsleiter der deutschen Elle Gruppe.

In Deutschland konkurriert Lovefilm mit Schneiders früherem Arbeitgeber maxdome. Maxdome läuft bereits auf verschiedenen Smart TVs (von Samsung, LG, Loewe, Toshiba, Technisat, Panasonic und Philips), Lovefilm jedoch nur auf Sony-Fernsehern, der Spielekonsoloe PS3 und dem iPad. In Großbritannien ist Lovefilm schon weiter. Dort ist das Video-on-Demand-Angebot zusätzlich auf Samsung- und LG-Smart-TVs sowie der Spielekonsole XBox 360 verfügbar. Video-on-Demand spielt in den USA in Amazons Strategie eine große Rolle: Das Video-on-Demand-Angebot Prime ist auch auf dem Amazon-Tablet Kindle Fire verfügbar und eines der Kaufargumente.

In Europa stieg Amazon spät in den Video-on-Demand-Markt ein. Erst seit Anfang 2011 ist Lovefilm eine Tochtergesellschaft von Amazon. In Deutschland startete das ursprünglich britische Unternehmen 2006. Anfangs verschickte Lovefilm die ausgeliehenen DVDs oder Blu-rays für eine monatliche Gebühr per Post, in jüngster Vergangenheit stellt Lovefilm zusätzlich viele Inhalte auch übers Internet zum Abruf bereit (Streaming). Hauptsitz der deutschen Gesellschaft ist München.

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