ZDF schneidet bei Image-Umfrage schlecht ab: "Ein Sender für alte Zuschauer"

17.06.2012
 

Das ZDF ist in in der allgemeinen Wahrnehmung kein Familienprogramm mehr, sondern "ein Sender für alte Zuschauer". Dies ist das ernüchternde Ergebnis einer Zuschauerbefragung, die das ZDF selbst in Auftrag gegeben hat und aus der der "Spiegel" zitiert.

Das ZDF ist in in der allgemeinen Wahrnehmung kein Familienprogramm mehr, sondern "ein Sender für alte Zuschauer". Dies ist das ernüchternde Ergebnis einer Zuschauerbefragung, die das ZDF selbst in Auftrag gegeben hat und aus der der "Spiegel" zitiert. Das wahre Leben finde auf anderen Sendern statt - und nicht im ZDF.

Befragt worden waren sowohl die vorwiegend älteren Stammgucker, die nach "Spiegel"-Angaben in der Untersuchung als "sterbende" Zuschauergruppe bezeichnet werden, als auch Jüngere, die das Zweite kaum einschalten. Unter 50-Jährige fühlten sich "über weite Strecken ausgegrenzt".

Das Informationsangebot wird als "zu weit weg vom Zuschauer" sowie als "steif, trocken, künstlich" bezeichnet, die Tonalität der fiktionalen Programme sei "nicht modern genug". Auch vom gewichtigen Unterhaltungsdampfer früherer Jahre ist nicht mehr viel übrig: So erscheinen die heutigen Shows den Befragten als "wenig präsent und wenig besonders". Der Talk des "Vorzeigemoderators" Markus Lanz laufe "so spät, dass er im Gefühl der Zuschauer kaum existiert", die Pilawa-Shows würden "(noch) nicht als Highlight erlebt", soll es in der Untersuchung heißen.

Gute Noten für "heute-show", "Fernsehgarten" und "Terra X"

Positiv bewertet würden Comedy-Sendungen wie die "heute-show", der "Fernsehgarten" ("ZDF-Anker mit positiver Strahlkraft") und die Doku-Reihe "Terra X".

Auf lange Sicht drohen dem ZDF "massive Zuschauerverluste"

Im Resümee warnt die Studie dem "Spiegel"-Bericht zufolge vor einem "Teufelskreis": Orientiere man sich weiter am Erfolg beim Gesamtpublikum, sichere dies kurz- bis mittelfristige Erfolge; auf lange Sicht aber drohten "massive Verluste, da neue, jüngere Zielgruppen außen vor bleiben".

Das ZDF will die Ergebnisse der Image-Untersuchung in die "redaktionelle und planerische Entwicklungsarbeit" einfließen lassen.

Ihre Kommentare
Kopf

Frederik Weiss

17.06.2012
!

Schau' mer mal - sagen sich die ZDF-Oberen, wie diese niederschmetternden Erkenntnisse "einfließen" können. Zeitdruck hat das gebührenfinanzierte ZDF noch nie verspürt. Selbst die seit zwei Jahren ausstehende, mit den Aufsichtsgremien vereinbarte Personalreduzierung steht nicht auf der aktuellen Agenda.
Es fehlt ein klarer Startschuss, ab dem die öffentlich-rechtlichen "um ihr Leben laufen müssen" - wie jedes andere Medium auch, das keine Milliardengießkanne über sich weiss.


Rick

18.06.2012
!

"Das ZDF will die Ergebnisse der Image-Untersuchung in die "redaktionelle und planerische Entwicklungsarbeit" einfließen lassen. "

Das darf man ja dann wohl als Drohung auffassen....


Ariane Windhorst

18.06.2012
!

Alte sterben nie aus

Die hysterische Respektlosigkeit, mit der von der gesellschaftlich relevanten und übrigens kaufkräftigsten Bevölkerungsgruppe gesprochen wird, ist irritierend. Außerdem ist es demographisch und technisch unwahrscheinlich, dass ausgerechnet dem ZDF die Zuschauer ausgehen und drittens sollte die sogenannte "werberelevante Zielgruppe" einem ö-r Sender NICHT wichtiger sein, als der Bildungsauftrag. Insofern: wo ist das Problem? Hat das ZDF nicht viel mehr alles richtig gemacht?


J-Dog

19.06.2012
!

Da stimmt nicht was mich betrifft ich gehöhre in die Ziel Gruppe ±20 Jahre und schaue regelmäßig ZDF & die digitalen. Dies kann vielleicht auch daran liegen, dass ich bis zm meinem 16. lebensjahr nur 3 Programme kannte erst als DVB-t kam kamen noch mehr hinzu aber keine Privatensender nur weitere 3. und arte 3sat + digitale kanäle von ARD + ZDF. mit 18 dann im zuge eines umbaus auch eine satschüssel, nun konnte ich auch Privatfernsehen schauen, doch außer Spielfilmen schaue ich nichts dort


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