ZDF-Studie zu sozialen Netzwerken: Morgenritual und Entschleunigung am Abend

 

Die Nutzung von sozialen Netzwerken folgt immer mehr dem Tagesablauf der Nutzer. Die meisten Facebooker, Twitterer und Co. sind vor allem abends in ihren sozialen Netzwerken online.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken folgt immer mehr dem Tagesablauf der Nutzer. Die meisten Facebooker, Twitterer und Co. sind vor allem abends in ihren sozialen Netzwerken online. Das ergab eine Studie des ZDF, zu der Verwendung von sozialen Netzwerken.

Facebook wird von den sozialen Netzwerkern klar bevorzugt. 75 % gaben an, ein Profil auf Facebook zu haben. Auf dem zweiten Platz rangiert mit 30 % das Netzwerk StayFriends, mit dem man alte Schulfreunde wieder finden soll. Die VZ-Netzwerke StudiVZ und MeinVZ sind mit 17 beziehungsweise 15 % weit abgeschlagen. Auch Google+ reicht mit 15 % nicht annähernd an Facebook heran.

Doch egal, bei welchem sozialen Netzwerk ein Profil steht, wird es schon morgens nach Neuigkeiten gecheckt. 15 % der Befragten werfen vor der Arbeit einen Blick auf ihr Profil. "Der Start in den Tag ist ritualisiert. Der erste Aufruf der Community ist eine Art Ankerpunkt am Morgen", schreiben die Autoren der ZDF-Studie.

Soziale Netzwerke als Ausklang des Tags

Bis zum Abend hin bleibt die Nutzung ungefähr gleich. In Wartepausen oder auch kurz nebenbei wird das soziale Netzwerk immer wieder auf Neuigkeiten überprüft. Abends nimmt die Nutzung dann stark zu.

64 % nutzen die sozialen Netzwerke am Abend. "Die abendliche Gemeinschaft im Social Network dient der Entschleunigung, man macht es sich ge­mütlich, sozusagen zum Ausklang nach vollbrach­tem Tagwerk", erklären die Autoren.

Dabei werden die sozialen Netzwerke als Informationsquelle, Ersatz von Telefonaten und häufig auch als Diskussionsraum genutzt. Vor allem Twitter wird während dem Fernsehen genutzt um auch über das Programm zu diskutieren.

Bitkom-Studie bestätigt erhöhte Nutzung am Abend

Der Bitkom hat ebenfalls eine Studie herausgegeben, in der die Nutzungszeiten von sozialen Netzwerken aufgezeigt werden. Die Zahlen stimmen mit denen der ZDF-Studie überein.

Allerdings zeigt die Studie von Bitkom etwas detaillierter die Zeiten der Nutzung auf. Erstaunlich ist dabei, dass bereits 7 % vor dem Frühstück ihr soziales Netzwerk überprüfen.

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