Nach zwei Jahren wieder Schwarz: dpa erwirtschaftet 650.000 Euro Überschuss

 

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem Überschuss von 650.000 Euro abgeschlossen. Das gab dpa-Geschäftsführer Michael Segbers (Foto), 60, in Hamburg bekannt.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem Überschuss von 650.000 Euro abgeschlossen. Das gab dpa-Geschäftsführer Michael Segbers (Foto), 60, in Hamburg bekannt.

Damit bestätigt die größte deutsche Nachrichtenagentur nicht nur ihre eigenen Erwartungen, sondern auch einen Medienbericht vom Dezember 2011. Damals hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") aus Unternehmenskreisen erfahren, dass die dpa 2011 erstmals nach zwei Jahren wieder schwarze Zahlen, und zwar im sechsstelligen Bereich, schreiben werde (kress.de vom 19. Dezember 2011). 2010 hatten vor allem die Einführung des Redaktionssystems ines und die Einrichtung des dpa-Newsrooms in Berlin dazu geführt, dass die dpa einen Fehlbetrag von rund 5,2 Mio Euro einfuhr.

dpa-Geschäftsführer Segbers betonte, dass das positive Ergebnis vor allem auf "sparsames Wirtschaften" zurückzuführen sei. Doch der Agenturmarkt ist hart umkämpft. Wegen stetig sinkender Zeitungsauflagen und aufgrund des Wegfalls des Auswärtigen Amtes als Kunden (kress.de vom 21. Mai 2012) sank der dpa-Umsatz von 87,8 Mio Euro 2010 auf rund 81,9 Mio Euro in 2011. Die "FAZ" hatte mit 83 Mio Euro gerechnet.

Optimistischer Blick in dies Zukunft - dank dpa-agenda

Auch 2012 will die dpa wieder ein positives Ergebnis vorlegen. Dazu soll auch ein neues Online-Werkzeug beitragen. Das Planungsportal dpa-agenda wird voraussichtlich im Herbst starten und soll es Kunden ermöglichen, "früher als bisher Einfluss auf unsere Berichterstattung zu nehmen", lässt sich dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner in einer Mitteilung zitieren. Durch das Tool könnten Kunden ihre Kapazitäten noch gezielter als bisher einsetzen. Vorbild für das neue Angebot sei dpa-news. Damit werden Kunden über die Topthemen der Agentur informiert und können sich über eine Kommentarfunktion direkt mit dem dpa-Newsdesk abstimmen.

Auf der dpa-Gesellschafterversammlung in Hamburg wurde Karlheinz Röthemeier für ein weiteres Jahr als Vorsitzender des dpa-Aufsichtsrats gewählt. Röthemeier steht dem Gremium seit 1996 vor.

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