Stiften statt veräußern: Katholische Kirche bläst Weltbild-Verkauf ab

28.06.2012
 

Die Katholische Kirche hat ihre Meinung geändert: Die Verlagsgruppe Weltbild soll nun nicht verkauft, sondern in anderer Rechtsform weitergeführt werden. Dies berichtet die "FAZ".

Die Katholische Kirche hat ihre Meinung geändert: Die Verlagsgruppe Weltbild soll nun nicht verkauft, sondern in anderer Rechtsform weitergeführt werden. Dies berichtet die "FAZ". Der Zeitung zufolge werden die Gesellschafter die Anteile an der Verlagsgruppe auf eine noch zu gründende kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts übertragen.

Zum Weltbild-Gesellschafterkreis gehören zwölf katholischen Bistümer, der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und die Soldatenseelsorge Berlin. Der Aufsichtsrat des großen Medien- und Versandunternehmens (1,6 Mrd Euro Umsatz, 6.400 Arbeitsplätze, 3 Mio Kunden) sei am Mittwoch über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt worden, heißt es in der "FAZ".

Was das für die Mitarbeiter bedeutet, ist noch unklar. Aber Carel Halff, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Verlags, macht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa der Belegschaft Hoffnung: "Für alle Mitarbeiter ist das eine gute Perspektive, denn nichts ist so auf Dauer angelegt wie eine Stiftung." Die Stiftung, deren Unternehmensform eine GmbH bleibe, solle gemeinnützige, kulturelle und kirchliche Ziele verfolgen.

Hintergrund: Weltbild hatte am 22. November 2011 mitgeteilt, dass die katholische Kirche das Unternehmen schnellstmöglich verkaufen wolle. Die kirchlichen Eigner fühlten sich mit ihrer Beteiligung an der Verlagsgruppe Weltbild unwohl, vor allem seit Vorwürfe laut wurden, das Unternehmen verdiene Geld mit erotischer und esoterischer Literatur (kress.de vom 22. November 2011).

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