Wechsel zu RMS: AS&S Radio verliert RTL-Radios

 

Der Audiovermarkter AS&S Radio verliert seinen wichtigsten Kunden unter den privaten Radiosendern: Alle Sender mit RTL-Beteiligung haben ihre Vermarktungsverträge gekündigt und lassen sich von 2013 an von RMS vermarkten. Das sind RTL Radio, die Berliner Sender 104.6 RTL und 105'5 Spreeradio, 89.0 RTL und Radio Brocken aus Sachsen-Anhalt sowie Hitradio RTL und das Sachsen-Funkpaket.

Der Audiovermarkter AS&S Radio verliert seinen wichtigsten Kunden unter den privaten Radiosendern: Alle Sender mit RTL-Beteiligung haben ihre Vermarktungsverträge gekündigt und lassen sich von 2013 an von RMS vermarkten. Das sind RTL Radio, die Berliner Sender 104.6 RTL und 105'5 Spreeradio, 89.0 RTL und Radio Brocken aus Sachsen-Anhalt sowie Hitradio RTL und das Sachsen-Funkpaket. Auch die Sender Jam FM, Jam FM Berlin und Ostseewelle stoßen zu RMS.

Laut RMS bescheren die neuen Mandanten der RMS Super Kombi einen Reichweitenzuwachs von 1, 4 Mio Hörern und die "klare Marktführerschaft im nationalen Radiowerbemarkt". Erstmals sei man auch Marktführer bei den 20- bis 59-Jährigen. Die Zahl der RMS-Gesellschafter wird sich auf 21 erhöhen: Neue Mitglieder sind die RTL Radiocenter Berlin GmbH, die Funkhaus Halle KG, BCS Broadcast Sachsen sowie Ostseewelle.

"Wir freuen uns sehr, dass wir zehn weitere starke private Sendermarken unter dem Dach von RMS begrüßen dürfen, frohlockt Florian Ruckert, Vorsitzender der Geschäftsführung des Vermarkters. Er kündigt in einer Mitteilung an, "unsere verbesserte Marktstellung noch effektiver für strategische Veränderungen im Markt zu nutzen".

"Blitzsauberer Job"

Bei AS&S Radio bemüht man sich unterdessen um demonstrative Gefasstheit. Tenor: Der Wechsel ist nicht in der Vermarktungsqualität durch AS&S Radio begründet, sondern durch politisch-strategische Erwägungen motiviert - im Lager der Privaten gibt es Bestrebungen, dem ARD-Hörfunk Steine in den Weg zu legen. "Wir haben alle Umsatzziele unserer Mandanten, auch von RTL Radio, deutlich übertroffen und einen blitzsauberen Job gemacht", sagt Geschäftsführer Oliver Adrian zu kress. Die Entscheidung der abtrünnigen Sender sei daher "schwer nachvollziehbar".

Adrian verspricht, dass AS&S Radio den Kurs als Public-Private-Vermarkter beibehalten und mit den öffentlich-rechtlichen wie privaten Mandanten weiter "gute und schlagkräftige Produkte" entwickeln werde. Er denke auch über "medienübergreifende" neuen Mandanten  und Vermarktungsallianzen mit Print-Häusern nach. AS&S Radio wird wegen der Kündigung auch seine Angebote überarbeiten müssen: "Wir werden unsere Produkte an der einen oder anderen Stelle neu justieren, unter anderem auch im Hinblick auf die prosperierenden Ballungsräume und wirtschaftlichen Zentren", kündigt Adrian an.

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